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Zweyter Band.
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feindseligen Absichten der Franzosen befriedigt. Zwanzig Millio-nen Livres, die in den Schatzgewölben von Bern gefunden wur-den , mußten zum Theil die Ausrüstung nach Aegypten ausfüh-ren helfen, und noch erblickt man den Bernerischen Miinzstempelan ,den Ufern des Nils; das Uebrige diente zur Bestreitung man-nigfaltiger Bedürfnisse der hungrigen Sieger, und die späterbekannt gewordenen Rechnungen zeigten, daß weit weniger da-von unterschlagen worden, als man geglaubt hat. Große Kriegs-vorräthe und Magazine, Fruchte einer versorgenden Staatsver-waltung wurden als gute Beute von denjenigen behandelt, dieeine neue Freyheit zu gründen verheißen hatten; und dennochwurden große Lieferungen ausgeschrieben. Das Zeughaus enthieltfünfhundert Kanonen und vierzigtausend Flinten. Die in das Ober-land geborgenen Schätze und Kriegsvorräthe wurden aufgespürt,und die alten Rüstungen, Siegeszeichen ehemahliger glorreicherZeiten, mußten die Trophäen der Sieger schmücken. Die be-trächtlichen Ersparnisse der Regierung von Solothurn und ihreWorräthe hatten das nähmliche Schicksal.

So fiel der alte Schweizerbund, nicht wegen seines schwa-chen Verbandes; denn ohne Einheit und ohne bestimmte Con-tingente in noch leckerern Staatssystemen, weil bey drohendenGefahren die Obrigkeiten oft die Gemeinen benachrichtigten undbefragten, hatten die alten Eidsgenossen ihre Freyheit errungen,weit überlegene, bereits eingedrungene Feinde zerschmettert oderzurück geworfen, und sie waren groß und furchtbar geworden.Die Kämpfer unterlagen in dem letzten unglücklichen Kriege, weildas Pflichtgefühl *) erkaltet, der Glaube an Volksglück und Va-

(*) Man irrt sich sehr, wenn man sich die Alten als durchauseinträchtige, uneigennützige und friedliche Bruder denkt. Sie wa<ren reizbar, nicht sogleich befriedigt, und beynahe immer hadertensie; aber Unabhängigkeit von fremder Gewalt und Bolksehre gin-gen ihnen über Alles, und bey einer allgemeinen Gefahr war esSchande, nur an sich zu denken.