sichrer brachte die Glarner zum Rückzüge. Nur mit großenAufopferungen erkämpften die Franzosen den Paß an der Schin-dellegi. Mit hoher Tapferkeit stritten noch die Schwyzer undUrner beym rothen Thurme und auf der Josterhöhe vorn Satte!,und an dem unvergeßlichen Abhänge am Morgarten wurden dieFranzosen mit unwiderstehlicher Kraft bis nach Acgcri zurückge-worfen. Nur nach dem heißesten Kampfe waren Immenser undder Fuß der Rigi verlassen worden, und unbesiegt stritt mannoch am 3 bey Arth; aber aus der eben so starken Stellung aufdem Berge Etzel, der das Land anf der Nordseite schützt, warder Pfarrer Herzog gewichen. Sogleich löste seine Schar sichauf; Einsiede!» stand dem Vordringen der Franzosen offen;die Stellung am rothen Thurm war umgangen, und bis an denHacken, der über den Hauptflecken sich ausihürmt, hemmte nichtsmehr den furchtbaren Sieger.
Iweyhundert und sechsunddreyßig Vertheidiger des nie be-zwungenen DodenS waren gefallen. Die geringere Zahl der Ver-wundeten beweist die Hingebung und das Ausdauer» der Strei-ter im Kampfe. Der mehr als zehn Mahl größere Verlust derFranzosen zeigt dagegen den Schweizern den hohen Werth ihrerbeste» Waffe, der durch den Boden oder gute Führung begün-stigten Scharfschützen. Reding und seine Hanptleute waren nichtgewichen; der Capuziner unter den Letzten im Gefechte; abernichts blieb mehr übrig, als ein erschöpfender Kampf. Gernebewilligte Schauenburg eine Ruhe des mörderischen Krieges, undeine Capitulation, welche die Freyheit der katholischen Religion,Sicherheit, Beybehaltung der Waffen und die Räumung desLandes von den Franzosen verhieß. Neue Hülfe von Uri undein Auzug von Unterwalden, die am 4 May Morgens zu Brun-nen gelandet hatten, kehrten auf die Nachricht von dem Waffen-stillstände und nach erhaltenen Winken zurück. Schon drohestauf der bewaffneten LaudSgemeine ein innerer Kampf. MildePriesterstimmen mußten den Frieden empfehlen. Die Capitula-tion und die Verfassung wurden angenommen, und Schauenburg