Band 
Zweyter Band.
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Männer in die Regierung. Eine Anerkennung des Vorgegan-genen gewährte er nicht. Auf die eingegebene Note erfolgte jeneberühmte 'schriftliche Antwort Bonapartc's vom 6 Jenner 1802,in welcher er sich in die Stellung einer ersten Magistratspersondeü Gallischen Volkes versetzte, wenn diese zu den Hclvetierngesprochen haben würde, als sie noch zu den Gallischen Völker-schaften gezählt wurden *).

Neding eilte mit Dießbach nach Bern zurück. Man fühltedie Unmöglichkeit, dem Mächtigen zu widerstreben, doch ohneseinen Hoffnungen auf die Wirkung der Versuche zu entsagen,die auf Privatwegen bey Oesterreich und Großbritannien bereit-waren gemacht worden. Schon am 2Z Jenner vermehrte derSenat die Zahl seiner Mitglieder durch Rüttimann, Kühn,Rcngger, Schmiö, Escher, Glaire und, nach dessen Ablehnung,durch Fußli. Der kleine Rath wurde auf eilf Glieder vermehrt,und alle Neugewählten traten in denselben. Reding blieb Land-ammann. Rengger wurde für 180Z ernannt, Rüttimann zumStatthalter für das gegenwärtige, Hirzel für das folgende Jahr;das Kriegswesen erhielten Escher und Frisching, die FinanzenDolder, das Innere Fußli und Glutz, die Justiz Kühn und Schmid.

(*) Keine Spur findet sich in der Geschichte, daß alle GallischenVölkerschaften eine gemeinschaftliche höhere Magistrat»! anerkannthätten; ober gerne gab Bonaparte großen Ideen und noch grö-ßer» Planen ein alterthümliches Gepräge. — Zu den schönsten Er-innerungen, die er den Schweizern gab, gehören die folgenden,diesem Briefe enthobenen Stellen: „Ihr habet viel Unheil erlitten.Ein großes Resultat ist Euch geblieben. Wo auch ein Schweizerje geboren werde, an den Ufern des Lemans, oder an jenen derAare, er ist freyer Bürger. Opfert jeden System- und Zar-tionsgeist der Liebs für die öffentliche Wohlfahrt und die Nätional-freyheit auf; dann dürfet ihr nicht fürchten, Magistraten zu haben,die die Frucht der momentanen Usurpation, einer Faction seM-Republikaner vom 20 Januar 1802 S. 2s.