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Zweyter Band.
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Sogleich erkannte Kerninac Liest Regierung an, und machte densämmtlichen Gliedern derselben Besuche. Dem Scheine nachhatte nun höhere Vermittelung eine Versöhnung hervor gebracht;allein dem Weitersthenden zeigten sich schon wieder die Elementeeines neuen Gegenstoßes. Noch ging in diesen Tagen Dieß-bach nach Wien ab, wo er gefälliger aufgenommen wurde, alszu Paris, aber keine andere politische Wirkung hervorbrachte,als eine nachtheilige auf den ersten Consul.

Von ihrer Einsetzung an hatte die Regierung die Verbesse-rung des Finanzwesens zum Gegenstände ihrer ersten Sorgen ge-macht, und vor Allem aus gesucht, den Klagen der seit balddrey Jahren großen Theils unbesoldet gebliebenen, an vielen Or-ten dem Mangel hingegebenen Geistlichkeit Abhülfe zu verschaf-fen. DolverS Bericht über den Finanzzustand zeigte, mit Ein-schluß eines Rückstandes von zwey Millionen Franken in denBesoldungen der Geistlichkeit, eine Staatsschuld von sieben Mil-lionen Franken. Für die Tilgung der Forderungen der Geist-lichen waren vornähmlich die Zehenten und Grundzinsen be-stimmt. Doch sollte bey den jährlichen Gehalten das, was 1600Franken überstieg, für ein Mahl unberichtigt bleiben. Um diezahlreichen, ebenfalls unbezahlten weltlichen Beamten zu befriedi-gen , wurden Staatsgüter verkauft; und um die ökonomischen Kräftezu sammeln, beschloß am 31 December der Senat, eS solltenaus den öffentlichen Caffen ohne Bewilligung des kleinen Ra-thes keine Zahlungen erfolgen. Einem großen Theile des Vol-kes, welches in ökonomischen Vortheilen den nächsten Gewinn derStaatsveränöerung und vollends den Ersatz für die Drangsalel>eS Krieges suchte, war die Herstellung der Zehenten sehr zuwi-der, und nicht viel weniger diejenige der Grundzinsen. Vielesahen sk als den Anfang einer gänzlichen Rückkehr des Altenan, die man von der neuen Regierung befürchtete. Gegen daSEnde des Jahres 1801 waren die Zehenten nur noch an weni-gen Orten bezahlt, und in manchen Gegenden wollte man sie nurauf Abschlag des Zehentenloskaufs entrichten.