Band 
Zweyter Band.
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nehmen. Der Briefwechsel, dessen Geheimniß während der ver-flossenen Monathe Störungen erfahren hatte, wurde wieder frey,und die Druckerpresse weniger gehemmt; aber zwischen dem klei-nen Rathe und dem Senate entstand ein Mißverhältniß, weilin derp erstern das Einheitssystem und das Neue eben so sehrdas Uebergewicht hatten, als in dem letzter» der Föderalismusund das Alte. Gleichwohl beschäftigte man sich angelegen miteiner Umarbeitung der Verfassung vom 29 May, und am 27Februar wurde der neue Entwurf mit zwölf gegen eilf Stim-men angenommen. Außer dem Vorsteher stimmten auch Eschcr,Marcacci und Aurbriggen nicht. Vier andere Senatoren warenabwesend.

Dieser Entwurf.sprach die Einheit auj, räumte aber denCantonen weit größere Befugnisse ein, als die frühern Entwürfe.Dem Cantone Bern gab er das sogeheißene welsche Sanenlanöwieder; dem Cantone Uri das Livenerthal; dem Cantone Schwyzdie March, die Höfe und uberdieß noch Gersau ; dem Cantone Schaf-hausen Dießenhofen. GlaruS und Appenzell wurden in ihren altenGrenzen hergestellt, Baden und Aargau getrennt *), der Can-ton St. Gallen in seinem gegenwärtigen Umfange aufgestellt;WalliS ward aufgenommen; die freye Ausübung der Religionwurde beybehalten; den Kirchen und wohlthätigen Anstalten ihrEigenthum gesichert, mit Vorbehalt der Bezahlung von Abgabenund der Oberaufsicht des Staates. Für Reformen der geistlichenOrdensgesellschaften wurde das Einverständniß der geistlichen Au-toritäten und der Helvetischen Regierung erfordert; der Cen-tralität waren die diplomatischen Verhältnisse mit dem Auslande,

(") Kaum konnte man in dem Letztern einzelne Stimmen ver-nehmen , die sich weigerten, die großen, in ihrem Cantone vor-handenen Hülfsmittel und Anhalten mit neuen Verbrüderten *>?u theilen, indeß im Cantone Baden, ungeachtet diese Bortbeilegänzlich fehlten, bey den Einflußreichern große Abneigung gegendie Vereinigung sich äußerte.

II.

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