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aufgemuntert, kam das Volk am Ende des Aprils aufs neuein noch größere Bewegung.
Ungefähr fünfzehnhundert Mann, welche sich am i MayLausanne näherten, um sich der dortigen Archive zu bemächtigen,zogen sich zurück, als Französische und Helvetische Truppen da-selbst eintrafen. Ausgeschickten Patrouillen setzte sich zuerst nie-mand entgegen, bis am Z eine solche nahe bey Lausanne vonden Bauern eingeschlossen, dann aber wieder frey gelassen wurde.Am 4 Abends erfolgte in der Nähe von Msrges ein kleinesGefecht, nach welchem verwundete« und gefangene Landleute da-selbst eingebracht wurden. In den Schlössern Vallerens, Grancy,Pompigny, Cottens, Severi, Monkricher und noch in eben soviel andern verbrannten die Insurgenten die Archive. Raymondwar ihr Anführer. Er hatte einen jungen Marcel von St. Fran-«vis aus Lausanne zum Adjutanten gewählt, und seine ganzeSchar in geregelte Abtheilungen geordnet. Dir Compagnienwaren nach ihren Gemeinen genannt, und die Mannschaft vondiesen sehr stark besoldet. Am 5 vereinigten sich mit ihnen vier-hundert Andere aus dem Bezirk Oron herkommend, nachdem sievorher sich Lausanne genähert hatten. Morges wurde aufge-fordert. Der Französische Commandant, der mit zweyhundertMann das Schloß besetzt hielt, in welchem siebenzig Stück gro-bes Geschütz aufbewahrt waren, verweigerte die Ablieferung des-selben; durch eine Capitulation wurden dagegen die Gefangenenlosgelassen, dreytausend Rationen geliefert, die Stadtthore geöff-net, und die Urkunden über das Lehenwesen heraus gegeben, diesogleich auf sechs Wagen geladen, ins Lager hinaus geführt,und noch an demselben Abende verbrannt wurden , indeß Freundeund Feinde, Franzosen und Helvetier um das Feuer her tanz-ten. Immer mehr bestärkte sich das Volk in der ihm beyge-brachten Ueberzeugung, die Französischen Truppen werden nichtgegen dasselbe handeln. Mit Festigkeit benahm sich indeß derRegierungsstatthalter Polier zu Lausanne. Allein als er die Ein-wohner dieser Stadt von sechSzehn bis sechszig Jahren auffor-