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derte, zu Behauptung der Ruhe und Ordnung die Waffen zuergreifen, entsprachen Wenige.
Auf die Nachricht von dem Ausbruche des Aufstanöes hattedie Regierung, welche sich schmeichelte, das System eines Mit-telweges zwischen dem Vormahligen und den Erwartungen desJahres 1798 behaupten zu können, und dieß nun bey dem er-sten Anlasse allen Parteyen mit Nachdruck zeigen wollte, denSenator Kühn als Rrgi'erungs-Commissäc nach dem Leman ab-geschickt. Alle Civil- und Militärgewalt ward in seine Händegelegt, die ganze bewaffnete Macht seinen Befehlen untergeord-net, und er hatte den Auftrag, in keine Capitulation einzutre-ten, sondern unbedingte Unterwerfung zu fordern, und im nö-thigen Falle Gewalt zu gebrauchen. Sogleich entsprach derGeneral Montrichard einer Einladung der Helvetischen Regie-rung und befahl den Französischen Truppen im Waatlande, denNegierungs-Commissär zu unterstützen.
Kühn eilte nach Lausanne, erklärte die bereits bedrohte Stadtin Belagerungszustand, und jeder Bürger mußte sich mit einerSicherheitskarte versehen; doch schon den folgenden Morgen, (8 May) vor neun Uhr zögen durch die Thore St. Laurent
und Chaneran zweytausend bis dreytausenö Mann, die inBataillone und Compagnien eingetheilt waren, mit Trommel-schlag und fliegenden Fahnen von grüner Farbe, auf denen dieWorte: Siegen oder sterben! zu lesen waren, und ohne Unord-nungen zu begehen, nach der Wohnung des Negierungsstatt-halters, wo der Regierungs-Commisscir und der Generalstaab sichbefanden, in die Stadt. Sogleich ging Veillande, Bataillonschefder siebenundachtzigsten Französischen Halbbrigade, zu Raymond,stellte ihm die Verwegenheit seiner Unternehmung vor, durchschrittdie Reihen der Insurgenten, sprach zu ihnen mit Kraft, undforderte sie auf, die Stadt zu verlassen. Mit Gleichgültigkeitsetzte er hinzu, im Freyen würde man, wenn keine Vereinigungmöglich sey, sich besser mit einander messen können. Unbeweg-lich standen während dieser Zeit die Französischen und Helveti-