Band 
Zweyter Band.
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Gefahren von Außen, und gegen Störer seiner Ruhe und seinerRechte, noch ehe diese vorhanden sind, kräftig waffnen und üben.Nicht nur hatte die neue Regierung, obgleich sie nur mit schwa-chen Waffen ihr Amt begonnen, diese letzte Verpflichtung ver-absäumt; sondern bey dem Mangel eines bestimmten Systemesund in der Hoffnung, zwey widerstreitende Elemente ausgleichenzu können, hatte sie vergessen, daß ihre eigene Herrschaft aufGewalt und nur wenig auf Vertrauen beruhe, und daß einedurch Gewalt gegründete Regierung nur langsam in jenes glück-liche Verhältniß zurück treten könne. Außerdem fehlte ihr dasunerläßliche Hülfsmittel zu Aufstellung von Waffengewalt. Ohn«Geld, ohn« Staatsexedit hatte sie so wenig Ansehen, daß dieVerwaltungskammern von Zürich und Schafhausen dse Abliefe-rung der noch in ihren Händen liegenden Schuldschriften verwei-gerten, diejenigen von Bern, Freyhurg und Aargau nur theil-weise entsprachen. So hatte sie den Aufstand im Leman nurdurch die Kraft fremder Waffen niedergeschlagen. Jetzt, als sie auchdiesen Stützpunkt verloren hatte, dachte sie auf Maßregeln derGewalt durch eigene Hülfsmittel. Bereits waren am Ende desJuli vier Eliten-Compagnien im östlichen Theile des Leman, undebenso in einigen andern westlichen Cantonen einzelne Compag-nien organisixt worden, Nun beschloß in dem Zeitpunkte allge-meiner Gährung der Senat am 9 August, jede Gemeine hab«auf hundert Mann einen Soldaten zu stellen oder hundert Fran-ken zu zahlen.

Unter dem Vorgeben, eine Räuberbande mache das Landunsicher, bewaffnete man in Schwyz das Volk und stellte Wa-chen aus. Am 9 gaben Landammann und Math daselbst denMunizipalitäten und Gemeindeka,giriern von Zürich, Luzern undZug Nachricht von ihren Maßregeln, mit dem Antrag?, die ehe-mahligen freundnachbarlichen Verhältnisse zu erneuern. Die Stadt-behörden von Zug lieferten die Zuschrift dem Negiernngsstatt-halter ein; diejenigen von Luzern schwiegen still und die Züri-cherischen beantworteten das Schreiben durch eine »»einläßliche,