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Zweyter Band.
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Frist von fünf Tagen, verhieß seüie Verwendung, und sagte da-bey, die Helveiische Regierung werde nicht lange dauern. Indem Waffenstillstände war «»bedungen worden, wenn Freyburgnoch nicht übergeben sey, so soll es während desselben in Hel-vetischer Gewalt vleiben. Dennoch wurde die Stadt wieder an-gegriffen , in der folgenden Nacht zur Uebergabe genöthigt, unddie Helvetische Besatzung, aus dreyundzwanzig Offizieren unddreyhundert Soldaten bestehend, als Kriegsgefangene erklärt.Dreyhundert Waatlänöer erhielten freyen Abzug. Ungeachtet derveränderten Verhältnisse versammelte sich am 8 auch hier dervormahlige große Rath, und am 14 fand sich ein Freyburgi-scher Gesandter, Laumann, in der Tagsatzung ein.

Einige Tage nach der Eröffnung der vermehrten Tagsatzungin Schwyz war auch aus Laset, wo Zürichs Beyspiel starkwirkte, ein Gesandter vom Lande, Pfaff, angekommen. Voneinem Theile der Landschaft Solothurns, welche unter steh zerfal-len war, kam die Klage ein, man habe ihr die Einladung derLagsatznng nicht mitgetheilt, mit der Forderung, auch ihr zueiner Stellvertretung zu verhelfen. Die dortige Standes-Com-mission erhielt eine Erinnerung, und nun erschien auch ein Ab-geordneter von der Landschaft, Munstnger, in der Tagsatzung.Beharrlich weigerte sich Bern, einen Abgeordneten vom Lande zusenden. Die Vereinigung mit dem Lande, antwortete es, werdeman zu erzielen nicht ermangeln. Kein Stand soll sich übrigensin die Angelegenheiten deS andern mischen. — Um Mäßigungzu empfehlen, ging eine Abordnung der Tagsatzung nach Bern;allein Bonaparte's Machtgeboth war eingetroffen, die drohendeUebermacht in der Nähe, und von jetzt an beobachtete die Stan-des-Commission ein passives Benehmen. Noch andere Sorgenüber widerstrebende Elemente in allen Cantonen beschäftigten dieTagsatzung. Kleine Oppositionen und Ausgewanderte beunru-higten selbst die demokratischen. In den äußern Rhoden vonAppenzell erhoben sich lebhafte Widersprüche. Nach Obwaldenentboth die Tagsatzung eine kräftige Ermahnung, nicht gegen