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daß cr erst/ nachdem Jahre vorüber gegangen waren, auch den-jenigen eines Vermittlers der Schweizer annahm. Noch näherberührte sie I 810 die, wenn schon vorher gesehene, Vereinigung deSWallis mit Frankreich, und noch weit beunruhigender war es,als er bald nachher die Hand an seine eigene, von ihm selbstoft gepriesene Schöpfung, die Mediation, legte, und dadurch,daß cr Truppen in den Canton Tessin einrücken ließ, diesenund die Eidsgenossen zu der Abtretung des Bezirkes MendriSoder noch zu größern Opfern zwingen wollte. Eine Abordnungnach Paris 1811 und der Russische Krieg hinderten für ein Mähtdie Ausführung dieses Planes.
„Unser große Vermittler" war bey cidsgenössischen Feyer-lichkeiten zur stehenden Phrase geworden, Schon 1806 hatte derLandammann bey Eröffnung der Tagsatzung „von dem allvermö-genden Wohlwollen des erhabenen Vermittlers" gesprochen, undden neu gebornen König von Rom hörte man bey einer ähn-lichen Feyerlichkeit „dieses gebenedeyte Kind" nennen. DerDrang der Umstände mag dieß und viel Aehnliches entschuldigen,insbesondere wenn es aus schwächerm Munde und aus furchtsa-mem Sinne floß. Aber als auch der Krieg mit Rußland begann; slSalle abhängigen Völker an den Siegeswagen gekettet wurdenund dem Unbefangenen kein Zweifel mehr übrig blieb, im Falledes Gelingens würden Ströme Europäischen Blutes auch Asienund selbst Indien, den empfindlichsten Theil des gehaßten Leo-pardes *), düngen müssen, das Loos des geschontest'en Volkes amEnde dasjenige seyn, das Polyphem dem Odysseus zudachte **):durfte der Mann von Charakter wenigstens glauben und im ver-trauten Kreise sagen: „es.kann nichts Schlimmeres kommen alsNapoleon!" und daher den Sturz des Kolosses wünschen. JedeUnivcrsalmonarchie macht alle menschlichen Verhältnisse, über
(*) Mehrere Mahls nannte Napoleon Großbritannien öffentlich»le lllseux Usoparl."
c*) „Den verzehr' ich zuletzt!" Oäz-!,-, IX. 569 .