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Zweyter Band.
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neu zu verbindenden Landschaften aufzustellen. Wiederhohlt wurdesie von ihnen an die Nothwendigkeit einer Verfassung und sol-cher Einrichtungen erinnert, durch welche die SchweizerischeNeutralität sich Achtung verschaffen könne. Die Tagsatzungbeschloß, für dieß Mahl fünftausend Mann aufzustellen, und nichtnur Genf und die übrigen im Westen abgerissenen Gegenden,sondern auch Eleven, Veltlin und WormS zu besetzen. DreyBündnerische Compagnien kamen in den ersten Tagen des MaySihnen zuvor. In zwey Gefechten trieben sie die ItaliänischenTruppen vor sich her; allein drey Oesterreichische Bataillone stell-ten sich ihnen entgegen; der General Bellegarde erklärte, ersetzbeauftragt, auch diese Landschaften zu besetzen, und man zog sichwieder zurück.

Während der ersten Monathe des Jahres suhlten der nörd-liche »kd der westliche Theil der Schweiz sehr empfindlich dieLasten und selbst die Gefahren des Krieges. Die hartnäckige Ver-theidigung von Hüningen und die feindselige Stimmung desPlatzcommandanten, der auch Basel beschoß, ließen diese Stadtdessen Schrecknisse unmittelbar empfinden, und Genf, das bereitsseine alte Selbstständigkeit hergestellt glaubte, sah sich plötzlichwieder vom Kriegsgetümmel umringt und mit einer Belagerungbedroht. Die erneuerten starken Durchmärsche brachten gefähr-liche Lazarethfieber und Viehseuchen in das Land, und immerdrückender wurde die Verpflegung. Die Aufhebung des Conti-nentalsystemes und ein Nachlaß in den strengen Aollverordnun-gen in Frankreich und Italien erleichterten Hingegen die Thä-tigkeit der Fabriken und des Erwerbs.

Der gewesene Fürst-Abt von St. Gallen, Pancraz, versuchtejedes Mittel, seine Herrschaft ganz oder zum Theil wieder herzu-stellen. Schon hatte er sich an die Monarchen gewandt. AmZo März rief er seine vormahligen Schirmherren um Schutz undHerstellung seiner vormahligen Rechte an. Bald schlug er vor,den Eanton St. Gallen in zwey Hälften zu theilen, deren einean dem katholischen Stifte und dem Fürsten, die andere, an der