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Zweyter Band.
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auf sich gezogen. In Spanien bestehen jetzt noch einige schwacheUeberbleibsel der dorthin gegebenen Regimenter: vieljährige Aeu-gen mannigfaltiger innerer Aerrüttungen und der daraus hervor-gehenden mißlichen Verhältnisse eines solchen Kriegsdienstes.

Kaum war die Ruhe in der Eidsgenossenschast wieder herge-stellt, als ein unerwartetes Ereigniß neue Beunruhigungen gab,lind zugleich das veränderte Bundessystem auf die Probe setzte.Au den merkwürdigsten Theilungen, die von Staatsmännern undinsbesondere von Cameralisten in bleibendem A »gedenken behalten wer-den sollten, gehört die des Jahres 1817. Oft hatte man in den vorher-gehende» Jahren aus manchem Munde die Aeußerung gehört, beyder gegenwärtigen Ausdehnung des Kartoffelbaues ist keine großeTheurung mehr möglich. Dennoch stiegen, weil beynahe in derganzen Schweiz Verrathe mangelten, ungeachtet kein Krieg vor-handen , kein großer, mehrere Jahre hindurch wiederhohlter Miß-wuchs eingetreten war, die Getreidepreise auf eine vorher niebekannte Höhe, welche diejenige der Theurung in den siebenzi-ger Jahren um das Doppelte übertraf. Eine wirkliche Hungers-noth fühlte man nicht; aber nur die mit großen Aufopferungenvon den Regierungen aus den Hasen des schwarzen und mittel-ländischen Meeres gemachten Ankäufe und eine glückliche Erntebewahrten vor einer solchen. — Nicht wenig trugen zu der Er-höhung der Preise und zu der Aufregung des Speculationsgei-stcs die Hemmungen und Beschränkungen bey, welche von vielenCantonen in den Verkehr gelegt wurden.

Auch auf diese Theurung erfolgte, wie schon auf frühere,nach wenigen Jahren eine anhaltende Wohlfeilheit, die den Acker-bauer eben so sehr drückte, als vorher die Theurung die übrigenVolksklassen. — Veränderungen, die man nie erfahren hatte,erfuhr auch der Weinbau. Durch anhaltende Fehljahre warendie Weinpreise 1817 so hoch gestiegen, daß in der Gegend vonAiirich der Eimer des neuen sehr schlechten Weines mit 18 bis 2),des altern mit 40 bis 6o Aürichergulden bezahlt wurde, da gegen-wärtig (1829) die Preise der altern Weine um 60 bis 80, die desneuen um mehr als 80 Procente tiefer stehen.