Band 
Zweyter Band.
Seite
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Druckschriften und durch geheime Verbindungen suchten sie ihrenWünschen Ausführung zu verschaffen, und erregten dadurch dieAufmerksamkeit und das Mißtrauen der meisten Regierungen.Untersuchungen wurden eingeleitet, Verhaftungen und Bestrafun-gen erfolgten, und mehrere Angeschuldigte entflohen in dieSchweiz. Das Nähmliche geschah von manchen Jraliänern,als der in Piemont auSgebrochene Aufstand und die in Neapelversuchte StaatSvsränderung unterdrückt, und auch in dem übri-gen Italien strenge Untersuchungen eingeleitet wurden. Franzo-sen, die entweder durch republikanische Grundsätze oder durchihre Anhänglichkeit an die Sache Bonaparte's die Regierungbeunruhigt hatten, suchten ebenfalls einen Zufluchtsort in derSchweiz, Diese Erscheinungen erregten das Mißtrauen verschie-dener Cabinete, und unvermuthet vermehrte dasselbe sich durchdie menschenfreundliche Aufnahme und die großen Unterstützun-gen, die hen Griechischen Flüchtlingen zu Theil wurden, die,nachdem sie durch die Güte des Kaiser Alexanders eine Zeit langsowohl in dem innern Rußland, als in Polen eine Freystättegefunden hatten, weil der Weg durch die Oesterreichischen Staa-ten ihnen versagt und für die Rückkehr in die entfernte Heimathderjenige durch die Schweiz angewiesen war, wegen Verweige-rung von Pässen viele Monathe lang daselbst verweilen mußten,so daß, wenn man sie mit Härte hätte wegweisen wollen, dießnicht möglich gewesen wäre.

Die fremden Mächte schienen nicht mehr daran zu denken,daß die Verhältnisse in dem Laufe der Jahre sich so ändern,daß es für ganz Europa einen hohen Werth, haben sollte, wennein Land vorhanden ist, wo Menschen, die der Wechsel der Um-stände nachteilig berührt, eine sichere Freystätte finden können.Vorzugsweise legte das durch innere GahrungSstoffe und öurchdie damahlige Ungewißheit deS AuSganges des Spanischen Krie-ges beunruhigte Französische Cabinet diesem Gegenstände Wich-tigkeit bey. Sein neuer Gesandter, Moussier, war mehr geeig-net, eine solche Stimmung zu unterhalten, als sie zu vermindern.