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„(Hann. 1839, 2 Bde.,)“ die eiste Schrift ihrer Art war und bisher auch dieeinzige gehliehen ist; eine Arbeit an der man die Sorgen, Mühen- und Opfer welchesie erforderte, vielleicht nicht erkennt. Sie hat (ausser dem Honorar) rn i r nie-mals etwas eingebracht, nicht einmal einen „Dank“ und doch ist sie nochheute das alleinige Hülfsmittel ihrer Art für Behörden und Privatpersonen. —Selbst in neuster Zeit muss die Statistik in den amtlichen Kreisen auf über-mächtigen Wiederstand gestossen sein, denn die jetzige Einrichtung des statist.Büreau (1 Vorstand, 1 Kalkulator und 2 Hülfsarbeiter) ist sehr weit davon ent-fernt dem Bilde zu entsprechen, was der (damalige) Minister des Innern ineinem Aufsatz: „Ueber die Nothwendigkeit und die Mittel zur Erlangung voll-ständiger Landesstatistik“ (in dem Sonntagsblatt zu Nr. 98 der Hannov. Ztg.)im April 1849 davon entwarf. Ausserdem scheint man früher und sogar im De-zember 1852 versäumt zu haben, andere Erhebungen zu machen, als überden Bestand der Bevölkerung und Wohngebäude und so ist erklärlich dass dasstatistische Büreau in seine Hefte: „Zur Statistik des* Königreichs Hannover“manche veraltete Mittheilungen aufgenommen hat. Von diesen Arbeiten erschienHeft I im Jahre 1850, enthaltend die Handelsbewegung im Steuerverein vom1. Juli 1844/8 ; — Heft II, Abtheil. 1 im Jahre 1851, mit Aufnahmen zur Agrar-Statistik aus den Jahren 1831/2; — Abtheil. 2 im Jahre 1852, mit Tafelnüber die Verhältnisse des Grundbestandes und der Steuerkräfte im Jahre 1848und 1849, über die Haustliierzabl in den Jahren 1845 und 1848; überdie Sparkassen, Brandversicherungen, Iläuslinge u. S. w.; — Heft III, imJahre 1853 veröffentlicht, enthält Nachweise über Gemeinheitstheilungen undVerkopplungen, so wie über die Bewegung der Bevölkerung von 1848—52. —Die Bearbeitung dieser Gegenstände ist durchgängig mit so viel Sachkundeund Genauigkeit geschehen, dass es wegen der Kargheit der Ausstattung desBüreaus mit Arbeitskräften und Geldmitteln (3000 Thlr. jährlich), Ueberraschungerregen muss. — Das Staatshandbuch enthält manche, dem Statistiker will-kommene Auskunft und in „Ringklib’s Statistischer Uebersicht der Eintheilung„des Königr. Hannover nach Verwaltungs- und Gerichts-Bezirken, 2tc Auflage,„Hannover 1853,“'ist ein sehr nützliches Handbuch geboten. — Die bedeuten-den Verdienste der Schrift des vormaligen Minist. Vorstandes Lehzen „Hanno-vers Staatshaushalt, 2 Bde. Hannov. 1853/4,“ erkenne ich um so -bereitwilli-ger an, weil der Verfasser, meine Finanz-Statistik Hannovers (Darmstadt 1851)nicht einmal der Erwähnung werth gehalten hat. — Die „Aktenstücke“ derStände-Versammlung enthalten, namentlich unter den finanziellen Vorlagen, eineMenge statistischer Nachrichten u nddie „Mittheilungen“ des Gewerbevereinsfür das Königr. Hannover, so wie das (von der Königl. Landwschftl. Gesell-schaft herausgegebene) „Landwirthschaftlich e Zentralblatt“ für dasKönigr. Hannover, sind vortreffliche Fundgruben für die Kenntniss des Königreichs.
17. Herzogthum Braunschweig.
Auch in Braunschweig hat erst in neuster Zeit die Statistik amtlicheGeltung erlangt, indem seit dem 1. Oktober 1853 beim Staatsministerium ein