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Handels-Erwerb.
Zeit nicht erschienen zu sein. — Ueber die Konsulate Bayerns, ertheilen,ausser dem Staatshandbuche, z. B. Mensch, Manuel pratique du Comulat, Leip-zic 1846, p. 170 und Jochmus, Handbuch für Konsuln, Dessau 1852, Seite187, Auskunft.
4. Königstaat Württemberg.
(Literatur. Ueber den Handels-Verein, dessen Bildung und Leitung z. v. Roller, Würt-tembg. Polizeirecht, Stuttgart 1841, S. 460; über die Handelskammern, Richter, Handelskon-gulent von Württemberg, Stuttgart 1846, §. 580).
Die Statuten des Handels-Vereins und der aus ihm hervorgegangenen 4Privat-Handelskammern zu: Stuttgart, Heilbronn, Ulm und Reutlingen, sindvom 29. Oktober 1843. Ueber ihre Thätigkeit fand man früher gelegentlicheBerichte im Schwäbischen Merkur. — Die Württembergischen Konsulategeben das Staatshandbuch, der „Handelskonsulent“ a. a. 0. §. 576 und Menscha. a. 0., S. 181 an. —
4. Grossherzogthum Baden.
Obgleich „sämmtliche Staatsbehörden die Beförderung des Handels sich„besten Fleisses angelegen, lassen sein sollen“ (die Polizei-Gesetzgebung desGrössherzogthums Baden, Karlsruhe 1853, S. 704) — und obgleich die an-gehenden Handelsleute sich der Prüfung durch eine „Handelskammer“ unter-werfen sollen (Rettig, der Badische Bürgermeister, Freiburg 1842, S. 166 §. 27 3);
— finde ich doch in keiner mir zugänglichen Druckschrift eine Spur amtlicherVertretung des Handels- und Gewerbestandes. — Die Konsulate werden imStaatshandbuche und in Mensch,. Manuel a. a. 0., S. 183, aufgezählt.
5. Grossherzogthum Hessen.
Von den drei vorhandenen Handelskammern ist die zu Mainz, mittelstVerordnung vom 23. April 1841 neu eingerichtet; die zu Worms, durch Ver-ordnung vom 5. Juli 1842 geschaffen; die Handelskammer in Offenbach be-steht schon länger. Sie empfangen Zuschüsse aus der Staatskasse (z.. v. Küch-ler, die Gesetzgebung des Grossherzogthums Hessen, Darmstadt 1848, S. 313).
— Konsulate verzeichnet im Staatshandbuche, in Mensch a. a. 0., S. 189und in Walther, das Grossherzogthum Hessen, Darmstadt 1854, S. 160.
6. Kurstaat Hessen und 7. Herzogthum Nassau besitzen, nach Ausweisder Staatshandbücher, zwar eigene Konsulate in fremden Staaten; jedoch Han-delskammern nicht.
8. Königstaat Sachsen.
Seit dem Jahre 1844 haben die Landstände, Gemeindevorstände, der In-dustrieverein u. s. w. die Fdnführung von Handelskammern bevorvvortet; auchdie Kommission für Erörterung der Gewerbs-Verhältnisse im Jahre 1848, hatdamit sich beschäftigt. Dennoch giebt es bisjetzt dort keine Handelskammern,und beispielsweise die Angelegenheiten des Leipziger Handels werden durchDeputirte einzelner Erwerbs- und Handelsklassen vertreten, (z. v. Funke, Poli-zei-Gesetze d. K, S. IV. 289; Graichen, die Leipziger Kvämerordnung, 1843).