Dampfschifffahrt insbesondere.
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standsetzung der Transportmittel und der Gebäude genehmigt, bezüglich derenVerwendung hier im Allgemeinen nur erwähnt wird, dass hiervon:
Gulden.
a. fünf neue Boote mit einem Aufwande von. 258047
angeschafft und
b. drei Boote theils mit neuen Kesseln theils mit Schiffskörpern
von Eisen mit einem Aufwande von. 81266
versehen wurden, ferner
c. ein Boot unter Verwendung einer altern Maschine neugebaut
wurde zu. 24077
d. auf Erwerbung eines Remorqueurs. 9376
beigeschlossen und
e. Der Rest der Dotation (nach Abzug der Erlöse für alte Schiffs-
requisiten) auf Herstellung der Werkstätten und zur Anschaf-fung eines Landeplatzes in Donauwörth mit. 17234
verausgabt wurde.
Neben dieser mit geringen Mitteln bewirkten Vermehrung und Ergänzungder Transportmittel wurden noch 2 Schleppkähne von Eisen um 7200 fl. ange-schafft, und ein weiteres Personenboot um 42000 fl. gebaut, für welch’ letzte-ren Aufwand einschliesslich des Restes der Erwerbungskosten für den Remor-queur sammt 2 Schleppkähnen ad 22937 fl. zusammen 64937 fl. übrigens nochdie Deckungsmittel zu beschaffen sind. ,
Dem Landtage von 1853(4 ist desfallsige Bewilligungs-Anfordernng gemacht,welche zugleich anf sonstige — im Interesse des Unternehmens nnd des Landes zu ma-chende — Verwendungen ausgedehnt ist. Die dadurch zu erreichenden Verbesserungensind: 1) Die Einrichtung von Eilfahrten in Verbindung mit der k. k. Oesterreichischen Donau-Dampfsehifffahrts - Gesellschaft, wodurch man in zwei Tagen von Donauwörth nach Wien ge-langen wird. Nehstdem wird ein zweiter Personendienst im Anschluss an die in Donauwörthzusammentreffenden Bahnziige von München und Nürnberg fortbestehen; zu diesem Behuf sollenacht neue Schiffe (veranschlagt auf 479000 fl.) angeschafft werden. 2) Eine Vermehrung des fürden Güterdienst bestimmten Betriebsmaterials, welches bisher nur in einem einzigen Remorqueurund drei Schleppkähnen für die ganze Donau-Linie zwischen Linz und Donauwörth bestand,durch Anschaffung von je zwei Remorqueurs für jede Donaustrecke und 21 Schleppkähnen (ver-anschlagt auf die Summe von 633000 fl.). 3) Die Herstellung von Expeditionen und Güterräumeuin den Stationen Ingolstadt, Mehring, Ahbach, Deggendorf und Vilshofen, sowie von Lande-brücken in Ingolstadt, Mehring, Vohhurg, Neustadt, Weltenhurg, Abbach, Prüfening, Donaustauf,Straubing, Wesenufer und Aschach (beides veranschlagt auf 10600 fl.). 4) Die Errichtung einerangemessenen Anlandung mit Güterhalle und Magazin in Donauwörth, wodurch zugleich dasdortige Donau-Ufer gesichert und die Donau selbst mit dem Bahnhof in Verbindung gebrachtwerden soll (Kostenanschlag 82500 fl.). 5) Die Erbauung einer Güterhalle, dann eines Magazinsund eines Winterhafens zu Regensburg (Kostenanschlag 87800 fl.). 6) Die Errichtung einer An-landung und Herstellung der Zufuhrwege in Deggendorf als dem Hauptausmündungspunkte desBayerischen Waldes mit seinen vielen, namentlich Glasfabriken (veranschlagt auf 8500 fl.). 7)Erhöhung und Erweiterung der Oeffnungen der Brücken zu Neuburg, Ingolstadt, Neustadt, Strau-bing und Deggendorf (Kostenanschlag 149800 fl.). 8) Beseitigung der Gemeindebrücken Mehring,Wackerstein und Donaustauf gegen Abfindung (veranschlagt auf 27000 fl.). Endlich 9) Reguli-v. Reden, Statistik v. Europa, 74