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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

rung des Stromes, welche hauptsächlich den Zweck hat, d'en Stromstrich senkrecht gegen dieBrücken hinznleiten {veranschlagt auf 209300 fl.) Die ganze Summe, welche für diese In-standsetzung der Donau-Dampfschifffahrt verwendet werden soll, beträgt somit — einige unbe-deutendere Ausgaben noch eingerechnet — 1,750000 fl., welche, soweit sie während der gegen-wärtigen Finanzperiode zu verausgaben sind, vorschussweise aus den Eisenbahnbaufonds entnommenwerden, bis in dieser Beziehung auf verfassungsmäsigem Weg weitere Vorsorge getroffen werdenwird. Dieses Gesetz kann hiernach nur freudigst begrüsst werden und liefert zugleich einenneuen Beweis, mit welch’ fortwährendem Eifer die gegenwärtige Staatsregierung die Förderungder Verkehrs-Verhältnisse des Bandes anstrebt.

Die Bemühungen der Staatsregierung ebenso wie auf der Strecke zwischenLinz und Regensburg, auch von da nach Donauwörth einen regelmäsigen Fahr-dienst einzurichten, drohten anfänglich gleichfalls an den Stromhindernissen undinsbesondere an dem augenblicklich niedern Wasserstand zu scheitern. Alle dieseHindernisse wurden aber erfolgreich überwunden durch die Vornahme zweck-mäsiger Wasserbauten und Durchstiche einer-, dann durch den Bau von Per-sonenbooten mit nur 15—18" Tiefgang andererseits; so dass in den Jahren1850 mit 1852 ein regelmäsiger Fahrdienst zwischen Donauwörth und Regens-burg unterhalten werden konnte, der nur einige wenigtägige Unterbrechungendurch Hochwasser erlitt. Um übrigens auch diesen Hemmnissen, welche nur durchAbänderung mehrer zu niedriger Brücken beseitigt werden können, — zu be-gegnen, sind neuerlichst die erforderlichen Einleitungen getroffen und es stehtnach Beischaffung der hierfür nöthigen Mittel in Bälde ein ungehinderter Betriebauf der ganzen 105 Wasserstunden langen Strecke zwischen Donauwörth undLinz in Aussicht. Der Personen- und Giitertransportdienst wurde im J. 1851/52durch 10 Personenboote, durch einen im Juni erst erworbenen Remorqueur und4 Schleppkähne, — deren sämmtliche Schiffskörper von Eisen vermittelt.Mittelst der Dampfboote wurden befördert durch

Fahrten Personen Einnahme Güter nnd Gepäcke Einnahme Zus. EinnahmeGulden Pfund Gulden Gulden

1850/51 395 45751 118143 6,823117 39737 157880

1851/52 469 49572 138361 17,812838 97390 235760

Der auffällige Unterschied der höheren Einnahme des Personenverkehrs,gegen die verhältnissmäsige Zahl der Reisenden im Jahr 1850/51 hat ihrenGrund in den während des Jahres 1850/51 Statt gehabten Militärtransportengegen ermäsigte Taxen.

Die Gesammt-Einnahmen betrugen im Jahre 1851/52 einschliesslich

1850|51

mittelbarer und unmittelbarer Staatsauflagen ... fl. 237031 fl. 157625dagegen die Ausgaben (worunter 57792 fl. Verwal-tungskosten) . 233663 „ 150889

bleibt eine Mehreinnahme von fl. 3368 fl. 6736Die Mehreinnahme für 1850/51 betrug sonach gegen 1851/52 allerdingsdas Doppelte, indessen waren (bei Ermangelung eines Dotationsfonds) aus denBetriebsgefällen für 1851/52: 5900 fl. für 1 Schleppkahn, 4208 fl. für Kähne