Dampfschifffahrt insbesondere.
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und Weidzillen, sowie für sonstige Mobilargegenstände, zusammen 10108 fl.ausgegeben. — Eine Privat-Aktiengesellschaft zum Betriebe der Dampf-schifffahrt auf dem Inn und der Donau ist mittelstKönigl. Entschlies-sung vom 18. Oktober 1853 bestätigt. Auf einigen Seen Bayerns sind Dampf-schifffahrten eingerichtet und Bayern hat Antheil an der Bodensee-Dampfschiff-fahrt, — In Ludwigshafen besteht seit 1843 die Bayerisch-PfälzischeDampf-Schleppschifffahrts-Gesellschaft, welche mit 2 Schleppern (von200 Pfkr.) und 10 eisernen Schleppkähnen, zu Thal 76364 Ztr., zu Berg379819 Ztr.; ausserdem 187 fremde Fahrzeuge mit 422081 Ztr.; zusammen878264 Ztr. bewegte (z. V. Aktionär von 1854, Nr. 13, S. 98). — Die Würz-burger Main-Rhein-Dampfschiff-Gfesellschaft, im Jahre 1842 ent-standen und 1854: 11 Dampfboote für Passagiere und Güter besitzend, bewegtesich im Jahre 1852 zwischen Bamberg und Köln wie folgt:
Keisen Personen Ztr.
Zwischen
Würzburg und Mainz in
Personendienst
in
213
86568
52567
55
99
95
99 95
Güterdienst
95
79
9083
35668
55
Hanau
99
95 95
95
95
211
28888
12067
55
Kitzingen
55
Würzburg „
95
95
200
24731
1667
55
Bamberg
95
Schweinfurt „
99
99
42
3054
749
»
Mannheim
55
Mainz „
55
95
64
2508
1983
55
Frankfurt
99
Köln „
99
9)
79
2334
25346
Extrafahrten
31
3966
1364
Ueberhaupt in
1019
161132
131411
4. und 5. Königstaat Württemberg und Grossherzogthum Baden.Den Bodensee befahren im Anfänge des Jahres 1854: 17 Dampfboote,
welche 4 verschiedenen Gesellschaften gehören, deren Verwaltungen in Frie-drichshafen, Lindau, Konstanz und Schaffhausen sich befinden. Im Jahre 1824wurde die Württemberger, 1830 die Badensche, 1851 die Schaffhauser Gesell-schaft gegründet; 1847 waren nur 9 Dampfboote vorhanden. Zwietracht undMangel an Eisenbahnverbindungen, hielten früher diese Unternehmungen in ih-rer naturgemäsen Entwicklung auf; seitdem aber die Fahrpläne gemeinschaft-lich geregelt wurden und von allen Seiten Eisenbahnmündungen den schönenSee berühren oder sich demselben nähern, hat dieser Verkehr einen eben soraschen als grossen Aufschwung erfahren. Besonderes Verdienst darum hat dieWürttembergische Regierung, in deren Händen fast sämmtliche Aktien derWürttbg. Dampfsch.-Gesellschaft sich befinden. Wünschenswerth für Vereinfa-chung der Verwaltung dürfte sein, dass diese Regierung alle Aktien der Deut-schen Gesellschaften an sich brächte. Die Fahrzeit ist z. B. Friedrichshafen-Rorschach 58 bis 68 Minuten; die Geschwindigkeit 2 V 2 bis 3 Meilen in einerZeitstunde; der Tiefgang der Schiffe 3 bis 5 Fuss. Die neuesten Jahresberichteder Gesellschaften liegen mir nicht vor, für 1850 lässt eine Bewegung vonetwa 120000 Personen sich berechnen.