Die Deutschen Wasserstrassen.
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schiffbar gemacht. Er ist zunächst zur Beförderung des Absatzes der Moorko-lonien des Amts Bremervörde und der Anwohner der Hamme nach Hamburgbestimmt. — Ein Neuhaus an d. Oste-Bülkau Kanal, etwa 2600 Ruthen lang,ist in den Jahren 1852/3 für den nachbarlichen Verkehr gebaut. — Auch dieHafenbauten bei Harburg, Brunshausen und die Verbesserung der Zu-gänge kleinerer Elbhäfen, sowie die bedeutenden, noch im Entstehen begriffenenAnlagen bei Geestemünde; sind als Schöpfungen neuester Zeit zu erwähnen.
b) Der Kanal zwischen Bremervörde und der Schwinge (1772 begonnen),ursprünglich zur Herstellung einer Binnenwasserverbindung zwischen Bremen undStade bestimmt, jedoch in der ersten Anlage verfehlt; z. v. unten Litt. f.
c) Der Schwingekanal bei Brunshausen, z. v. unten Litt. f.
d) Der Kanal von Ringstede in die Geeste, um d. Jahr 1829, von dieserDorfschaft vorgerichtet, mit Benutzung eines Theiles des verfallenen Kanals zwischenGeeste und Oste.
e) der früher projektirte Kanal zur Verbindung der Oste und Elbe, in derRichtung von Osten nach Wischhafen durch das Kehdinger Moor.
f) Der projektirte Kanal aus dem Hadeler Sietlande zur Elbe. Durch diesesProjekt (zu dessen Ausführung aus der Staatskasse 1836 (Stände Aktenst., Seite650) ein Beitrag von 58000 Rthlr. bewilligt worden ist) hat der Wunsch neueNahrung erlangt, eine die Provinz Bremen von Westen nach Osten durchschnei-dende schiffbare Wasserverbindung anzulegen. Die angestellten Untersuchungenhaben nämlich die Möglichkeit einer künstlichen schiffbaren Verbindung der Elbeund Weser dargethan. — In neuester Zeit hat die Regierung den Kanalbau-ten zwischen Weser und Elbe abermals besondere Aufmerksamkeit zuge-wendet. Die Arbeiten an dem Hadelnschen Kanäle sind im Mai 1852 wiederbegonnen und im Nov. 1853 beendet. Er soll insbesondere die Entwässerungdes Sietlandes Hadeln bewirken, ist jedoch auch schiffbar, 5889 Ruthen lang,mit einem Kostenaufwande von 440000 Thlr. hergestellt (Ständ. Acktenstücke1850, Nr. 384 und 1851, Nr. 202). Ein Antrag zur Ausführung der (lang ge-wünschten) Anlage eines Schiff-Kanals von der Wümme zurOste und vonder Oste nach der Schwinge ist vom K. Ministerium unter dem 3. Juli 1850an die Ständeversammlung gebracht (Ständ. Aktenstücke 1850, Nr. 385), jedochleider bis 1854 nicht erledigt. Die Gesammtlänge dieser Wasserstrasse, fürSchiffe von 10 Last Tragfähigkeit berechnet, von der Wümme beiKuhsyhl (demvon Bremen kommenden Kuhgraben gegenüber), über Bremervörde (Oste), bisin die Schwinge bei Stade, wird 15516 Ruthen sein und ihr Anlagekapital etwa700000 Thlr. Darin liegen 1700 Ruthen Flussstrecke der Oste und 1212 Ru-then der Schwinge; welche Letztere auch, von Stade nach Brunshausen abwärts,auf 10 Fuss Wassertiefe bei gewöhnlicher Fluthhöhe, gebracht werden soll.
g) Der Emskanal, 6850 Ruthen lang, mit 6 Schleusen (breit im Boden32 Fuss, im Wasserspiegel 52 Fuss, Wassertiefe 5 Fuss rheinl.) zwischen Lin-gen und Meppen neben dem rechten Emsufer hinlaufend und 1 /i Meile von