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Handels-Erwerb.
Meppen in die Hase mündend. Bevor, mit mehr als 1 Mill. Thaler Kostenauf-wand, die Fahrwasser-Verbesserungen durch Kanalbau und auch oberhalb Lingenbis zur Preuss. Grenze bei Rheine, geschahen, war auf dieser Strecke die Wasser-tiefe schlecht und ungleich. Das Wasser ist deshalb durch das Wehr zwischenListrup und Mebringen um 972 Fuss aufgestaut, welche Spannung begreiflichaufwärts bis zur Preuss. Grenze allmählig geringer wird; ein zweites Wehr beiHanecken bewirkt eine Aufstauung um 97* Fuss, welche aufwärts bei demMehringer Wehr noch 18 Zoll beträgt. Obgleich auch der jetzige Zustand desFahrwassers der Oberems noch Manches zu wünschen übrig lässt, beweist dochschon der Ümstand, dass die Piinten (Schiffe) allmählig grösser geworden sind undjetzt von 20 bis 25 Last Tragfähigkeit, bei mittelgutem Wasserstande die Oberemsungehindert befahren können; eine Verbesserung. Leider indess ist der Wasserstandhäufig wechselnd. Im Jahre 1852 beispielsweise passirten die Schleuse und kamen irtiKanalhafen bei Lingen an: 1331 beladene (11367 Last von je 4000 Pfdj tra-gende) und 164 leere Fahrzeuge, nebst 172 Flössen; die Schleuse bei Mehringendurchschifften 723 beladene und 187 leere Schiffe, nebst 163 Flössen (Mitth.des Gewerbevereins für das Königreich Hannover 1853, S. 157;z.v. oben S. 611 ff.).
h) Der Menslager Kanal, um 1790 angelegt zur Entwässerung der Um-gegend von Quackenbrück, könnte der oberen Hase Waaren aus dem Osna-brückisclien und Oldenburgischen zuführen, wenn er Wassertiefe genug hätte,und nicht Brücken hinderlich wären.
i) Das Trecktief zwischen Emden und Aurich, 1798 von einer Aktienge-sellschaft mit einem Kostenaufwands von 130000 Rthlr. angelegt; 37 5 Meilenlang, breit oben 42, am Boden 30 Fuss; mit 3 Verlaten (Schleusen) zum Auf-stauen des (vorzüglich aus dem ewigen Meere kommenden) Wassers versehen;Schiffe von 16 Last in der Regel tragend. Es hat bis jetzt nur für den Ver-kehr zwischen Emden und Aurich Wichtigkeit, welcher durch die tägliche Fahrteiner Treckschuit als Personenschiff, und die nach Bedarf erfolgende Fahrt einesBeurtmanns für grössere und schwerere Gegenstände, unterhalten wird.
k) Die vielen Tiefe in Ostfriesland, welche theils zur Abwässerung derMoorkolonien, theils als Verkehrswege für die Bewohner derselben dienen. Auchdie mehrsten Ortschaften der Marschen sind unter einander und mit der Emsdurch (für kleinere Fahrzeuge schiffbare) Binnenkauäle in Verbindung gebracht;jedoch sind die nicht immer hinreichend hohen Brücken der Schifffahrt hinderlich.
1. Der seit vielen Jahren projektirte Kanal zwischen Aurich und Witt-mund. Schon im Jahre 1805 war Alles zur Anlage vorbereitet, die Staatskasse(damals Preüssen) hatte die Kosten übernommen und die Ostfriesischen Ständeeinen Betrag von 60000 Rthlr. bewilligt; der bald nachher ausbrechende Kriegverhinderte die Ausführung. Von neuem angefegt, jedoch ohne Erfolg, wurdeder Plan unter Französischer Regierung, sowie seit der Vereinigung der Provinzmit Hannover in den Jahren 1820 und 1833. Mit diesem Kanal sollten Ver-