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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Handels-Erwerb.

westlicher Sichtung, vermittelst der Elbe in die Nordsee. Für beide Systemebildet der Schweriner-See einen gemeinschaftlichen Wasserbehälter; in der Mittezwischen beiden, von der Natur zwar für das westliche Meer bestimmt, durch Kunstaber im 16. Jahrhundert der Ostsee zugeleitet.— An eigentlichen Schifffahrts-Kanälensind vorhanden: der Banzkower-Kanal, welcher die Stoer bei Banzkow auf-nimmt, vereinigt sich mit dem unterhalb Garwitz geleiteten Neuen-Kanäle undsie stossen dann mit dem Ludwigsluster-Kanal zusammen, welcher mit derRögnitz sich vereinigt. Der neue Mecklenburger Kanal, bei Dömitz beginnendund bei Fürstenberg endend, ist 24 Meilen lang; von Dömitz bis zum ColpinerSee sind 17 Schleussen. Die neue Eide, (an deren Schiffbarmachung schonim 16. Jahrhundert gearbeitet ist), wurde 1831 wieder begonnen; sie umfasstdie Stoer und Havel und verbindet Letztere mit der Müritz. Der Friedrich-Franz-Kanal beginnt da, wo der Stör-Kanal in die Elbe einmündet, trittneben Kronskamp wieder in den Eidefluss, ist eine Meile lang, 58 Fuss undvor den Schleusen 90 Fuss breit und kostete 14000 Thlr. Der FahrenhorsterKanal ist 1 U Meile lang zwischen Kuppentin und Bobzin, er schneidet eineKrümmung der Eide ab. Die Havelkanäle verbinden die Müritz mit der Havel.Noch giebt es mehrere Verbindungs- und Abwässerungs-Kanäle, zu welchembesonders gehören: Der Schiffgraben, welcher den Schweriner See mit derOstsee verbindet; der Moor graben, zwischen Recknitz und Trebel 3 /i M.lang; der Landgraben an der Nordgrenze der Herrschaft Stargard; die Krul-lengräben und einige Kanäle in der Lewitz. — (Zu vergl. den Bericht überdie Verhandlungen des Meklenb. Landtages im Jahre 1846, S. 138, 376, 382).

8. Herzogthümer Lauenburg und Holstein.

a) Stecknitz-Kanal, eine etwa 30 Meilen lange schiffbare Wasserverbin-dung zwischen Ostsee und Elbe bildend, hat durch die Lübeck-Büchen-Eisen-bahn an Wichtigkeit verloren. Er ist von Lübeck ab, aus der Stecknitz (überMölln) und der Delvenau gebildet, welche bei Lauenburg in die Elbe fällt. Umdas Jahr 1840 war die Absicht, diese alte, vielfach gekrümmte Wasserstrassedurch Begradigung auf 10 Meilen zu verkürzen, mit etwa 400000 Thlr. Kosten-aufwand.

b) Sc hl es wig- Holst ein ’ scher Kanal, beiden Herzogthümern gemeinsam,obgleich ein Dänisches Patent vom 15. Januar 1813 das Fahrwasser dem Her-zogthum Schleswig zuspricht. Er hat, von seiner östlichen Mündung in den Kie-ler Busen der Ostsee, Meilen nördlich von der Stadt Kiel, bis westwärts zurFestung Rendsburg b 3 /i Meilen Länge. Von Rendsburg wird die Fahrt auf derschiffbaren Untereider fortgesetzt, bis zu deren Auslauf in die Nordsee, 16 Meil.weiter, zwischen den Watten unterhalb Tönningen. Die eigentliche, in den Jah-ren 1777 bis 1784 gegrabene Kanalstrecke hat nur 6852 Ruthen oder 4 x /s M.Länge; ist 100 Fuss auf der Wasserfläche und 44 Fuss am Boden breit; hat6 Schleusen die Fahrzeuge von 26 Fuss Breite und 100 Fuss Länge aufneh-