Steinstrassen in einzelnen Staaten. ■
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Auf eine Meile berechnet, betragen die Unterhaltskosten — grössten-theils Beschotterung—-im Durchschnitte 1636 fl., und steigern sich in Nieder-österreich über 4000 fl., während sie in Dalmatien nur etwas über 500 fl. K.-M.betragen. —In Dalmatien, Böhmen, im Küstenlande und in Italien, wo die mehrstenneuen Strassen zuwuchsen, sind die Unterhaltskosten am geringsten. Im All-gemeinen ist in dem Zeiträume von 20 Jahren eine Steigerung dieser Kostenbemerkbar; jedoch in sehr ungleichem Verhältnisse.
In den Gebirgsländern Tirol, Steiermark, Kärnthen und Krain steigertensich die Unterhaltskosten
bis zu dem . . 2Vs und 3fachen Betrage
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in Niederösterreich auf den 2 „ „
in Mailand und Venedig um V-iin Mähren und Schlesien um Vß
In Böhmen, trotz des Zuwachses von 152 Meilen Strassen, sowie auch inOberösterreich, Galizien und Dalmatien ist das Kostenverhältniss — Schwankun-gen abgerechnet — ziemlich gleich geblieben, und im Küstenlande sogar gefallen.
III. Ueber die besonderen Strassenbauten.
Diese zerfallen in Umbauten und Neubauten, deren Kosten sich nahezu wie10: 7 verhalten. Von den gesammten Strassenauslagen kommen auf den Neubaunicht mehr als 7Va Prozent. — Die für den Umbau ausgelegten 11 Millionenbeziehen sich grossentheils auf Umlegung schlecht angelegter, entweder zu steilgehender oder Ueberschwemmungen ausgesetzter "Strassen.
Die Länder, wo mehr Neu- als Umbauten vorgenommen wurden,sind: Dalmatien mit llmal mehr, Tirol mit 8mal mehr, Böhmen mit 4mal mehr,Galizien mit 4mal mehr, Mähren und Schlesien mil 2mal mehr Neu- als Umbauten.
Im Gegentheile kommt mehr Um- als Neubau vor.
In Mailand 1 Va mal mehr, in Steiermark 2mal mehr, in Venedig 5 malmehr, in Niederösterreich 7 mal mehr, in Qberösterreich 11 mal mehr, im Küsten-lande llmal mehr Um- als Neubauten.
IV. Ueber die Gesammtauslag en und die Mauthen.
Die Gesammtauslagen betrugen in 20 Jahren 110 Millionen; in einemJahre 5Vz Milk, mit welchen wenig Neues geleistet wurde, da die kurrentenAuslagen und der Umbau zusammen mehr als 92 Przt. in Anspruch nahmen,und allein 3 mal go hoGh als das gesammte Mautherträgniss zu stehen kamen.
Der Zuschuss des Staates zur Deckung des Gesammtaufwandes betrugjährlich mehr als 372 Millionen, nachdem das Erträgniss der Mauthen 2 Mill.nicht erreichte. In Prozenten ausgedrückt kommen auf:
den Staatszuschuss.65 Prozent
das Mautherträgniss.35 „
Das grösste Mautherträgniss auf eine Meile kommt vor:
in Niederösterreich mit. 3730 fl.
in Mähren und Schlesien mit .... . 2428 „