Steinstrassen in einzelnen Staaten.
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streben der Verwaltung, die aus der' Natur des Landes sich ergebenden Schwie-rigkeiten der Anlage und des Unterhalts, durch Anwendung zweckmäsiger Mittelzu überwinden; wobei allerdings ein gewöhnlich recht gutes Material wesentlichf raitwirkt. — Der Etat für 1854 veranschlagt für den Unterhalt der Staats-| Strassen 133301 Fl., wovon auf das Personal 31192 Fl. und auf den eigent-[ liehen Unterhalt 102109 Fl. kommen; für 1 Längenstunde würde mithin diet Ausgabe etwa 1000 11. betragen.
9. Konigstaat Sachsen.
(Literatur: Funke, Polizeigesetze des Königr. Sachsen, Leipzig 1847, II, S. 789, 790,796, 81t, 844; — von Bose, Statistik des K. Sachsen, Dresden 1847, S. 458; — v. Bose, Säch-sisches Jahrbuch 1850, Freiberg 1851, S. 133). —
Ueber die Chausseegeldeinnahme seit 20 Jahren giebt nachfolgende Zu-sammenstellung Auskunft:
1831 (197 geografische Meilen)
1834/6 .
1837/9 .
1840/2 .
1843/5 .
1846/8 .
1849/51 (454 geogr
M.)
Rohertrag. Reinertrag.— 200000
215863
253188
277678
255300
260000
197800
190000
213924
234959
215000
215000
Die Gewinnungskosten dieser Einnahme, welche 2,83 % aller Einnahmenist, betragen also 17,31 % des Rohertrages, wozu jedoch die Ausgaben fürden eigentlichen Unterhalt kommen. Der Rohertrag einer geogr. Meile war alsoim Durchschnitt 688,85 Thlr., der Reinertrag 569,62 Thlr. Von jener Gesammt-zahl befanden sich im Kreisdirektionsbezirk
Dresden
alte Sachs.Meilen.
79,533
Przt.-Anth.
25,74
Przt.-Anth. amFlächengehalt.
28,97
Przt.-Anth. an derBevölkerung.
25,30
Leipzig . .
74,589
24,13
23,22
22,73
Zwickau . .
. 112,931
36,54
31,01
36,44
Bautzen . .
41,984
13,59
16,80
15,53
Zum Chaussee-, Strassen- und Brückenbau wurden im Jahre1834/6: 341806, 1837/9: 464464, 1840/2: 455467, 1843/5: 535469 Thlr.verwendet, 1849/51 aber 577710 Thlr. verlangt, was eine Vermehrung von; 235004 Thlr. ergiebt. Im Anfänge des Jahres 1846 waren 279,69 alte Sachs.: Meilen (von 16000 Dresdener Ellen, oder 337,5 Postmeilen von 7500 Meter)Chausseen dem Verkehre übergeben, wonach von dem Etatsatze für 1846/8\ (551294 Thlr.) auf jede Längenmeile durchschnittlich 1968 Thlr. kamen. DieLänge der Staatsstrassen in regelmäsigem Unterhalt war Anfangs 1850; 618074,62achteilige Ruthen oder 309,03 alte Sachs. Meilen, oder 372,18 Postmeilen, oder454,06 geogr. Meilen, was auf 1 □ Meile Flächengehalt des Landes im Durch-schnitt 1,61 geogr. Meilen Staatsstrassen beträgt. Für Herstellung einer MeileLänge Chaussee erster I^lasse werden 20—25000 Thlr. erfordert, für den jähr-