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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Anstalten für Erwerb und Verkehr.

der in den Monaten April, Mai und Juni 1853 von den Königl. Bayern-schen Posten beförderten Briefe auf 4,290182, mit einer Einnahme von 239170 fl ;die der. Reisenden auf 49655, mit einer Einnahme von 133060 fl.; die derFrachtstücke auf 883379 mit einem Gewicht von 2,586849 Pfd. und einerEinnahme von 143744 fl.; die der Zeitungen auf 6,459336, mit einer Einnahmevon 50858 fl. Die Gesammteinnalime betrug demnach 566832 fl. Im Ver-gleich zu den Erträgnissen desselben Zeitraums des Vorjahrs stellt sich ein Un-terschied heraus an Briefen von 515361 Stück mehr; an Reisenden von 223mehr; an Frachtstücken von 99622 mehr; an Zeitungen von 272504 weni-ger; mit, alles zusammen genommen, einer Mehreinnahme von 14220 fl. —In den drei ersten Monaten des Jahres 1854 wurden von den BayernschenPosten befördert: 4,524068 Briefe, 32303 Reisende, 959214 Frachtstücke imGewicht von 2,725316 Pfund, dann 6,490629 Zeitungen und eine Gesammt-Einnahme von 481497 fl. erzielt — um 409261 Briefe, 97982 Frachtstücke mit324254 Pfund Gewicht, 6957 76 Zeitungen und 8804 fl. mehr, und um 5420Reisende weniger als im entsprechenden Quartal des vorigen Jahres. — DieVerbindungen werden vermittelt auf 2500 geometrischen Stunden durch 65Eilwagenkurse, 97 Kariolposten, 59 Postomnibuskurse, 4 Reitposten. 21 Boten-gänge und durch Benutzung von 5 Privatstellwagen. Ausser diesen Verbindun-gen wurde die Eisenbahn in ihrer ganzen Länge auf 149 72 Stunden zurtäglich 3—4maligen Beförderung von Fahrpostsendungen und täglich dreimalfür den Korrespondenzverkehr mittelst der fahrenden Bureaus (bureaux ambu-lante); dann die Dampfschifffahrt auf dem Bodenseebei täglich 2 Fahr-ten zwischen Lindau, Rorschah und Romanshorn zur Versendung von Briefenund Packereien; endlich die Donaudampfschifffahrt von Donauwörth bisLinz zur Beförderung von Briefpacketen während des Sommers benützt. — Aufden Unterhalt der Postverbindungen wurden verausgabt 1,083928 fl., sodann aujden Unterhalt der Eilwagenkurse und der hierdurch bedungenen Einrichtungen216672 fl., zusammen 1,300600 fl.

4. Königstaat Württemberg.

Literatur: Staatshandbuch für 1854, S. 169 und 698; Roller, Württemb. Polizeirecht.Stuttg. 1841, S. 295 — 303, Mo hl, Staatsrecht des Königr. 'Württemberg, Tübingen 1846, II.S. 605; Richter, Handelskonsulent von Württemberg, Stuttg. 1846, §. 383; Württemberg’sStaatshaushalt, Stuttg. 1848, S. 137; meine Finanz Statistik, S. 195 ff. und die unten bezeich-neten Streitschriften.

Als die Württembergische Regierung, als Folge der Ereignisse des Jahrs1805, in den vollständigen Besitz der Souveränetätsrechte gekommen war, hieltsie sich durch die Verfügungen des Deutschen Kaisers auch hinsichtlich derPosten nicht mehr verpflichtet (Mohl Staatsrecht II. 606). Sie hob die TaxischenPosten und zugleich das Landbotenwesen gänzlich auf, übernahm die Post ineigene Verwaltung und erliess eine Anzahl entsprechender Verfügungen, z. B.die Postdienst-Instruktion vom 25. April 1807, die Hauderer-Ordnung vom 23.April 1811; Brief- und Postwagen-Tarife unter dem 2. Juni 1814; schloss