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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Post-Verwaltung.

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Taxis mit dem Amte eines Grossherzogi. Badenschen Erblandpostmeisters be-lehnt; erst vom 1. August 1811 an übernahm die Regierung selbst die Posten.Die Staatskasse bezahlt dafür dem früheren Lehnträger eine Entschädigung vonjährlich 50000 Fl. Laut Gesetzes vom 11. Novbr. 1850 ist Baden dem Post-Verein beigetreten. — Die Direktion der Posten und Eisenbahnen ist, dem Ministerium des Grossherzogi. Hauses und der Auswärt. Angel, unterge-

| ordnet; sie überwacht 163 Postanstalten und 3 Fahrpostexpeditionen zu Basel,

| Schaffhausen, und Strassburg. Hiernach kommt im Durchschnitt 1 Postanstalt

| auf 1,71 QMeilen und 8325 Bewohner oder auf 1 □ Meile kommt 0,58 und

; auf 10000 Einwohner 1,20 Postanstalt.

), 4

| Die Postverwaltung hat als Rohertrag geliefert im Jahre (das

| Postjahr läuft vom 1. Oktober an) 1833: 520920 fl., wovon die Gewinnungs-

| kosten 57 % betrugen; nach dem Durchschnitt von 1833/8 805559, Gewiti-

| nungskosten 68 %; 1844: 1,108111 fl. (Briefpost 643607 oder 58,08 °/o, Fahi-[ post 464504 oder 41,92 %); 1845: 1,086186 (davon die Briefpost 661382 oder

| 60,89 %, die Fahrpost 424804 oder 39,11 %); 1846: 1,084608 fl. oder 5,41 %

) der gesammten Roheinnalime. Für 1849 sind 1,306707 fl. mit 76,35 % (18511,210945 fl. mit 78,98 %) Gewinnungskosten in Anschlag gebracht. Die Ge-winnungskosten bei der Briefpost waren etwa 53 %, bei der Fahrpost 89 % derentsprechenden Roheinnahme; für 1851 aber sind 56,11 % und beziehungs-weise 108,55 % berechnet. Leider ist aus den vorliegenden Berichten für dieStatistik des Postverkehrs gar nichts zu entnehmen. Von den Ausgaben sindfür 1849 (1851) berechnet: für Lasten 260348 (225125) fl. oder 26,09 %, fürKosten der Zentralverwaltung 55355 (56015) fl. oder 5,45 %, für die Bezirks-verwaltung 42140 (40493) fl. oder 4,22 % sonstige Personalkosten des Betrie-j bes 249842 (250770) fl. oder 25,04 %, Bespannungsk. 272845 (273569) fl. oder

| 27,35 %, Vergütung an die Eisenbahnverwaltung für den Transport von Falir-

| poststücken 32505 (32608) fl. oder 3,26 %, Anschaffung und Unterhalt der| Postwagen 42167 (38077) fl. oder 4,23 °/o, verschiedene Kosten des Transports) 12210 (11077) fl. oder 1,22 % Büreaukosten, Packmaterial 20982 (21608) fl.

( oder 2,10 %, fremdes Transitoporto 6336 (4393) fl. oder 0,64 %, verschiedenej( und zufällige Ausgaben 4000 (3700) fl. oder 0,40 % ; zusammen 997730 (957435) fl.Das Soll der Etatsrechnung für 1852 war in der Einnahme 1,177296 fl.,in der Ausgabe 917218 fl. oder 78,0% des Rohertrages. Dazu kommt noch dieAbfindung des Fürsten von Thurn und Taxis, nebst den Zinsen des stehendenund umlaufenden Kapitals (etwa 480000 fl.). Die Gewinnungskosten sinddamit zu 80 % der Roheinnahme anzuschlagen; der Kopfantheil des Rein-j ertrages ist etwa 3 Sgr.

6. Grossherzogthum Hessen, Kurfürstenthum Hessen, Herzogthum Nassau,Grossherzogthum Sachsen, Herzogth. Sachsen-Koburg-Gotha, Herzogth. Sachsen-Meiningen, Fürstenthr. Schwarzburg, Fürstenthr. Reuss, Fürstenth. Lippe-Det-mold, Fürstenth. Schaumburg-Lippe, Landgrafsch. Hessen-Homburg, Freie Stadt