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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Anstalten für Erwerb und Verkehr.

Frankfurt a. M. und Preuss. Reg.-Bez. Hohenzollern mit zusammen 657,29geogr. QMeilen und 3,109000 Bewohnern, haben die Ausübung des Postregalsdem Fürstl. Hause Thurn und Taxis beziehungsweise belassen und verlieben.Das gleiche Verhältniss mit Württemberg ist seit 1. Juli 1851, mit dem Kan-ton Schaffhausen im Jahre 1853 (Amtl. Samml. der Gesetze der Schweiz 1853III, S. 650), durch Vertrag und Entschädigung aufgelöst. Die Einnahme derKassen obiger Staaten als Rekognitionsgeld oder für den verliehenen Postbe-trieb, beträgt (in Thlr. Kour. umgerechnet) im Grossherzogth. Hessen 14285,Kurhessen 43500, Nassau 6857, Sachsen-Weimar 10277, Sachsen-Meiningen 1143,Koburg-Gotha 2800, Schwarzburg 3900, Reuss 500, Lippe-Detmold 3000,Schaumburg-Lippe 400, Homburg 286, Frankfurt a. M. 5714 Hohenzollern20 Thlr., zusammen etwa 92—95000 Thlr.; vorbehaltlich der, in Folge desAnschlusses des Thurn und Taxischen Postgebiets an den Deutsch-Oesterr. Post-Verein, etwa eingetretenen Ermässigungen. lieber den Ertrag der Postendes Fürsten von Thurn und Taxis ist von Seiten der Verwaltung stets geschwie-gen und desshalb können Angaben, welche man gedruckt findet, — (z. B. inWeil’s konstitut. Jahrb., Jahrg. 1844, Bd. I, wo der Reinertrag zu minde-stens 500000 fl. jährlich angegeben wurde); — nur als u nbegriindete Vermuthun-gen betrachtet werden. Höchst wahrscheinlich ist schon der frühere Reinertragstets überschätzt; weil die ausserhalb des Kreises der Verwaltung stehendenBeurtheiler, die, aus der B elegenheit des Postgebiets entspringenden ganzeigenthiimlichen Schwierigkeiten und die auch durch ihre Privatstellung sehrvermehrten Kosten der Taxischen Postverwaltung, — nicht in Anrechnung brach-ten. Jetzt aber, durch den Beitritt zum Deutsch-Oesterr. Postvereine, hat ohneZweifel die Fürstl. Thurn und Taxische Postkasse so bedeutende Verluste er-litten, dass für ihren Reinertrag nur noch wenige Prozente der Roheinnahmeübrig geblieben sein werden. — Unter der Fürstlichen General-Post-Direktion in Frankfurt a. M. stehen als Mittelbehörden: das Ober-Postamtzu Frankfurt (für Frankfurt, Nassau und Homburg), das Ober-Postamt zu Darm-stadt (für Grossherzogth. Hessen), das Ober-Postamt in Kassel (für Kurhessen),das Post-Kommissariat zu Detmold (für Lippe und Schaumburg-Lippe), dasOber-Post-Kommissariat zu Eisenach (für die Thüringenschen Staaten). Unmittel-bar der General-Post-Direktion unterstehen die Ober-Postämter zu HamburgBremen und Lübeck, sowie die Postanstalten im Reg.-Bez. Hohenzollern. Vonden zur Zeit bestehenden 330 Postanstalten kommt im Durchschnitt 1 Anstaltauf 2,02 □Meilen und 9632 Bewohner oder auf 1 0Meile kommt 0,49 undauf 10000 Einwohner 1,04 Postanstalt des Fürstl. Thurn und Taxischen Ge-biets. — Von den Betriebs-Ergebnissen ist nur (durch meinen Bericht andie Deutsche Reichsversammlung) bekannt geworden, dass im Jahre 1849 fürRechnung dieser Postanstalt wöchentlich befahren wurden Meilen Ent-fernung :