Buch 
Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
Entstehung
Seite
935
JPEG-Download
 

Post-Verwaltung.

935

F ahr- u. Reitposten. Botenposten.

1. In Württemberg.. .

5693

73

2. In Kurhessen und Lippe.

3252

419

3. Im Grossh. Hessen, Nassau und Frankfurt .

4626

408

4. Im Sächsischen Distrikt.

3721

310

Zusammen . .

17292

1210

Also jährlich . .

899223 Min.

62933 Min.

oder täglich . .

2463 „

172 „

Wünschenswert!] ist, dass auch diese Postverwaltung, demnächst (wenn derEinfluss des Postvereins eine gewisse Stetigkeit erlangt haben wird) die allge-meinen Ergebnisse der Brief- und Fahrpost-Bewegung veröffentliche; was umso weniger Schwierigkeiten haben kann, weil deren Zusammenstellung ohne Zwei-fel (im Interesse der Verwaltung selbst), jetzt schon geschieht. —

Verträge sind von der Fürstl. Thurn und Taxischen Postverwaltung ab-geschlossen, mit: Oesterreich im April 1843, mit dem Königreich Sachsen den18. Oktober 1845, mit Frankreich den 11. September 1844, mit Preussen den2. August 1850 (Hand.-Arch. 1851 II, 65), mit Oesterreich den 13. April 1851(Verordn.-Bl. des Oesterr. Hand.-Minist. 1851, Nr. 47, S. 209); — ferner, zumZweck der Vollziehung des Vereins-Vertrages, mit: Bayern 22. April 1851; —Königstaat Sachsen 28/30. April; — Hannover 10/17. Mai; —Württemberg4. Juli; — Baden 26. April; — Braunsehweig 15. Dezember; — Mecklenburg11/22. April; —-Hamburg 28. Nov.; — Bremen 15. Nov.; — Lübeck 22. Nov.;— der Schweizersehen Eidgenossenschaft 23/27. April 1852; — Belgien am28. Febr. 1852; — Dänemark 3. Juni 1851 — In Absicht auf Frankreich istein neuer Vertrag nach Gründung des Postvereins noch nicht abgeschlossen wor-

, ■, , , , 11. Sept. 1844 ,

den und es bestehen die älteren Vertrage vom ——--—■ dermalen noch

6 22. Nov. 1847

fort. — Die Postgerechtsame des Fürstl. Thurn und Taxischen Hauses sind,namentlich seit dem Anfänge des laufenden Jahrhunderts, nicht selten Gegen-stand des Streits und der Anfeindung gewesen. Einerseits, weil die Regierungeneine Schmälerung ihrer, durch den Untergang des Deutschen Reichs erworbenenSouveränetäts-Rechte darin erblickten; Andererseits, weil die Meinungsrichtungder Zeit, gegen alle dem Feudalwesen angehörige Berechtigungen sich erklärte.Zu der durch diese Streitigkeiten veranlassten Literatur (oben in der allgem.Darstellung schon theilweise bezeichnet) gehören namentlich: in Venturini’sChronik des 19. Jahrh. I. 475; III. 332, 346, 403, XIII. 414; Müller, DieFürstl. Thurn und Taxischen Posten und Posttaxen, Jena 1845; Ueber das Ver-hältniss der Fürstl. Thurn und Taxischen Postverwaltung zu den Eisenbahnen(Mspt.), Frankfurt a. M. 1845; Stängel, Das Deutsche Postwesen u. s. w.,das Postrecht Württembergs u. s. w., Stuttgart 1844; Stängel, Das DeutschePostwesen in gesell, und rechtl. Beziehung, Quedlinburg 1847.