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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Staats- und Gemeinde-Haushalt.

mundung zu unterziehen, — hat die wohlthätige Folge, dass jede Anordnung inder Verwaltung des Geineindeeigenthums, zur Kenntniss der Behörde kommt;auch auf diese Weise manche wichtige statistische Auskünfte, welche geeignetsind, eine richtige und klare Uebersicht der Verhältnisse des OesterreichischenGemeindelebens zu geben, geliefert werden. Durch diese Anordnung ist endlicheine gewisse Regelmäsigkeit und Ordnung des Geschäftsganges bei den Gemein-den eingetreten, was um so nötliiger war, weil Manche eben nicht in allen Thei-len dieselbe in ihrer Vermögensgebahrung befolgten. Die Ministerial-Verfügung,wegen Einsendung der Hauptergebnisse der Gemeinde-Voranschläge, scheint erstfür das Jahr 1853 in allgemeine Wirksamkeit getreten zu sein. Da nun früherin höchster Stelle gar keine Kontrolle des Gemeindehaushalts geübt wurde, sofehlen begreiflich bis jetzt allgemeine Zusammenstellungen. Die Nachrichten überden Haushalt einzelner Städte, welche ich nachfolgend mittheile, sindZeitungsnachrichten oder unmittelbaren Mittheilungen entnommen.

Nach den Etatabschlüssen der Residenzstadt Wien betrug für:

Die gewöhnliche Einnahme ....

1817 .

FI. Konv.-Mze.

2,325075

1 854 .

Fl. Konv.-Mte.

1,866363

Die aussergewühnliche Einnahme .

691211

1,497293

G es am mt-Einnahme ....

3,016286

3,363656

Das gewöhnliche Erforderniss .

1,890694

2,497704

Das aussergewöhnliche Erforderniss .

1,188991

756344

G es am mt-Ausgabe ....

3,079685

3,254048

Und ein unbedeckter Abgang der Vor-jahre von.

106510

Anfangs 1853 war der gesamrnte Schuldenstand der Gern. Wien 1,479000 Fl.(z. v. den höchst lesensw'erthen Verwaltungs-Bericht des Bürgermeister Ritterv. Sei 11 er vom 10. Febr. 1853, S. 21).

In Laibach waren für 1852 die Einnahmen zu 60296 Fl., die Ausga-ben zu 63854 Fl. veranschlagt. — Nach dem ßudgetentwurf von Triest fürjedes der Jahre 1854/6, werden die ordentlichen Einnahmen 1,445600 Fl., dieordentlichen Ausgaben hingegen 1,459210 Fl. betragen; zur Deckung ausser-gewöhnlicher Ausgaben, namentlich durch Neubauten, ist ein Anlehen von1,350000 Fl. aufgenommen. — Krakau hatte im Jahre 1850 bei 176143 Fl.ordentlicher Einnahme, 238407 Fl. Ausgaben; — Lemberg 1849: ordentlicheEinnahme 291738, Ausgaben 369209 Fl.; — Pesth 1853: ordentl. Einnahme720000 Fl., Ausgaben 850000 Fl.; Schuld 3,250000 Fl.

2. Königstaat Preussen.

Die Einrichtung und Venvaltung der Gemeinden in Preussen ist bis zurneuern Zeit im Wesentlichen von der des übrigen Deutschlands nicht verschie-den gewesen. Was insbesondere die Städte betrifft, so hat der FranzösischeGrundsatz der Zentralisation und der Vernichtung fast jeder Selbstständigkeit