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Staats- und Gemeinde-Haushalt.
10495 Mann Bürgergarde, 375 Mann Miliz auf den kanarischen Inseln, zusammen99489 Mann, wovon 6856 Offiziere. Pferde und Maulthiere hat die Armee11395. (Z. v. auch Hirtenfeld a. a. 0., S. 346). — El Comercio de Cadix gabim Januar 1854 an, dass die Kriegsflotte bestehe aus 3 Hochbordschiffen,14 Segelfregatten, 14 Schraubendampffregatten, 17 Korvetten, 14 Briggs, 4 Goe-lettenbriggs, 10 Goeletten und Postboten, 2 Schraubendampfgoeletten, 8 Kriegs-transportschiffen, 34 Dampfboten und 102 kleinen Fahrzeugen, zusammen 189Schiffen. (Einen Beitrag zu den maritimen Zuständen Spaniens findet man in derTriester Marine-Zeitschrift von 1853, S. 377). — Endlich ist noch zu erwähnen,dass einzelne Artikel des (mir vorliegenden) „Diccionario de Comercio , Industriay Navegacion por Don Jose Mantilla y Garcia, Madrid 1849 seqq.“ — auch dieFinanzen betreffen. Leider aber ist das Buch noch unvollendet und wird sehrlangsam fortgesetzt.
13. Königstaat Sardinien.
Das bedeutende Defizit des (im Dezember 1853 vorgelegten) Voranschla-ges für 1854, ist zwar in dem Voranschläge für 1855 (vorgelegt im März 1854)um etwa 15 Mill. Frk. verringert; allein die Finanzverlegenheiten der Regierung,anstatt dadurch sich zu mindern, wuchsen vielmehr, als Folge der inneren poli-tischen Schwankungen, des Europäischen Kriegszustandes, der kommerziellen Kriseund der Lebensmitteltheuerung. Die Endziffern der beiden letzten Budgetsstelle ich hierunter vergleichend zusammen:
1 8 5 4.
1 8 5 5.
Lire.
Cent.
Lire.
Cent.
Ordentliche Ausgaben.
131,020466
69
131,349511
95
Ausserordentliche Ausgaben ....
18,293348
26
6,318730
16
Zusammen . . .
149,314294
95
137,668242
11
Ordentliche Einnahmen.
117,923140
30
125,182561
58
Ausserordentliche-Einnahmen . . .
7,137421
29
3,000000
—
Zusammen . . .
125,061061
59
128,182561
58
Mithin Defizit im ordentlich. Budget
13,097306
39
6,166950
37
Im ausserordentlichen Budget . . .
11,155926
97
3,318730
16
Zusammen . . .
24,253233
36
9,485680
53
Der Unterschied zwischen dem Budget von 1855 und dem von 1854 be-steht in einer Vermehrung um 329065 Lire 26 Cent, in den ordentlichen Aus-gaben, und einer Verminderung von 11,975118 Lire 10 Cent, in den ausseror-dentlichen Ausgaben; ferner in einer Vermehrung um 7,259421 Lire 28 Cent,in den gewöhnlichen Einnahmen, und einer Verminderung um 4,137921 Lire29 Cent, in den ausserordentlichen Einkünften.
Wie die Verlegenheiten schon im Jahre 1853 zur Ausgabe 4 u. 5 %igerSchatzbons getrieben hatten, so wurde dadurch auch ein furidirtes Anlehen nö-thig, dessen Rentenbetrag etwa einem Kapitale von 35 Mill. Franken entspricht.