26 Ablenkung der Magnetnadel.
„schiede, dafs in der nördlichen Erdhälfte das Nordende , in„der südlichen das Südende der Nadel angezogen wurde'.“Aus den Beobachtungen ergab sich ferner, dafs in hohenBreiten die Fehler gröfser waren, als näher zum Aequator;doch schienen sic mit den Breiten selbst in keinem richtigenVerhältnisse zu stehen. Dagegen hielt ihre Zunahme in bei-den Erdhälften mit der magnetischen Neigung 2 ziemlichgleichen Schritt, so dafs z. B. in der Bafsstrafse und im Ca-nal zwischen England und Frankreich , wo die südliche In-clination der nördlichen gleich kömmt, die Fehler einerleiCröfse hatten, jedoch auf ungleiche Seiten gingen.
Schwieriger war es, aus so unvollständigen Beobachtun-gen den relativen Einllufs auszumitteln, den die Luge desSchiffes auf die Ablenkung der Nadel ausiibte. Fiunueh.snahm an, „dafs die störende Kraft des Schiffes sich wie der„Sinus seines Abwcichungswinkels vom magnetischen Mcri-„dian verhalte; “ ein Schlufs, den er später durch directeVersuche, die auf Befehl der Englischen Admiralität in denHäfen von Sheernefs, Portsmouth, und Plymouth angestelltwurden, bestätigte, als er nach siebenjähriger Einkerkerungauf Isle de france im J. 1810 wieder den keimathlichen Bo-den betrat. Nach dieser Regel bestimmte Flinders die Ma-xima der magnetischen Aberration aus seinen Reisebeobach-tuugcn, und dividirte dieselben durch die beobachtete Nei-gung der Magnetnadel; so erhielt er folgende Zahlen:
In der breite Bei der Neigung Max. <L Felder Felder in Theilen der
c*
o
o
Nördl.
72 0 _
3 °52 <
niagii. lucliuation.
0,0537
4
—
29 —
1 31-5-
0,052 6
37
Südl.
67 —
3 28
0,0517
3 4
—
64 —
3* 9
0,0492
32
—
62 —
2 56
0,0473
24
—
52 —
2 39
0,0510
16
—
43 —
2 8
0,0496
Mittel . . .
0,0508