Band 
Erster Band. A und B.
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Ablenkuug der Magnetnudel. -27

Es ergiebt sich hieraus, dafs für Feikders Schiff, (lenIm'estigator, das Maximum der Aberration etwa derdem Orte zukoinmenden magnetischen Neigung betrug.

Wenn auch der letztere Satz von theoretischer und prak-tischer Seite nicht unbestritten bleiben konnte, so war dochdurch Flinders dieser für die Nautik und die Physik gleich-wichtige Gegenstand dergestalt in Anregung gebracht worden,dafs Physiker und Seefahrer sich bemühten, ihn aufzuhellen.Unter den Letztem zeichnet sich vor Allen ein Mann aus,den eine vieljährige Erfahrung mit allen Eigcnthümlichkci-ten der arktischen Gewässer vertraut gemacht hatte, der jün-gere Scouesby. Die Versuche, welche er auf seinen Reisennach Spitzbergen in den Jahren 1815 und 1817 nnstellte,bestätigten FJindcrs’s Erfahrungen und Schlüsse, und leitetenihn noch zu einigen neuen Bemerkungen, von denen wirliier die wichtigsten ausheben \

1 . Alle gröfserc und kleinere Eisenstiicko im Schiffe habeneine Tendenz magnetisch zu werden, auf der Nordhälfteder Erde oben südlich, unten nördlich. Auf der Südhälfteumgekehrt.

2. Der Gcsammteinflufs aller dieser Thcilc vereinigt sich ineinem magnetischen Anziehungsfocus, dessen Ilauptsiidpolnahe an der Mitte des obern Verdecks ist, doch näher demVordertheil des Schiffes als dem llintcrtheil,

3. Geschmiedetes Eisen scheint attractivcr zu scyn, als Gufs-eisen; die Anker wirken stärker als dieCannoncn; des-wegen liegt auch jener Focus näher nach Vornen im Schiff.

4. Diese Einwirkung ändert sich a. mit der Neigung derMagnetnadel; b. mit der Stelle des Compasses, c. mit derRichtung des Schiffes, (nach Flinders’s Regel.)

5. Wild ein Compafs einem grofsen Stück Eisen, der Spin-del des Cabcstan’s oder einem Anker auf sechs bis acht Fufsgenähert, so überwiegt die Wirkung dieses Körpers denEinllufs des erwähnten Focus. Die Abirrung variirt nachder gegenseitigen Lage <lcr drei Körper, Focus , Compassund Eisenmasse. Das Oberende der Spindel wirkt ,sqstark, dafs, je nachdem der Compafs auf der Trommel des

1 Philosoph. Trans. 1819. I. 99.