Band 
Erster Band. A und B.
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A d h a s 1 o o

Königswasser, nnd dampft sie zur Fortscliaflhng der freienSäure so lange ab , bis sie krystallisirt. Den Rückstand ver-dünnt mau mit dem aclit bis zehnfachen reinen Wassers,und tränkt liiermit feine Leinwand so, dafs die gesammteFlüssigkeit aufgesogen, aber auch alle Leinwand völlig ge-tränkt ist. Man läfst sie dann trocknen , und verbrennt sioin einem Tiegel zu Asche. Will man ein vorher sorgfältiggereinigtes und polirtes Metall vergolden, so taucht man ei-nen Kork in eine schwache Kochsalzlösung, dann in die er-haltene Asche, reibt letztere in das Metall ein, wodurchdie Goldtheilchen festlialten, und spült die Asche mit rei-nem Wasser ab, worauf man die vergoldeten Stellen noch-mals poliren kann 1 . Minder vortheilhaft darf man nur da-hin sehen, dafs die Goldsolution gesättigt sey, die cinge-tauehte Leinwand an der Sonne trocknen, mit den Fingernzu Pulver reiben, und auf die angezeigte Weise anwenden.

Zum Behuf einer leichten Versilberung des Kupfers oderMcssings löset man i Loth reines Silber in 2 Lotli doppel-• tem Scheidewasser auf, setzt eine Pinte reines Wasser hinzu,und klart die Flüssigkeit ab, wenn sich etwa einiger Schmutzunten gesetzt hat, wirft einen Efslöffel voll reines Kochsalzhinein, läfst mit Vermeidung des Einflusses des Tageslichtesden entstandenen weissen Niederschlag sich setzen, giefstdie obenstehende Flüssigkeit ab, setzt 4 Loth cremor tar-tari, 1 Lotli feine Kreide und einen starken Löffel voll Koch-salz hinzu, mischt dieses durcheinander, und läfst es ohnoZutritt des Lichtes in mäfsiger Wärme trocknen. Nachdemman alsdann das zu versilbernde Metall polirt hat, waschtman dasselbe mit Salzwasser, reibt von dem Pulver mitdem Finger so lange etwas in dasselbe ein, bis die Versil-berung stark genug ist, wäscht es, und trocknet es mit rei-ner Leinwand. Zu gröfserer Dauerhaftigkeit kann man dasversilberte Metall erhitzen, und die Operation wiederholen.Dieses Verfahren ist ungleich besser , als das Reiben mit so-genanntem Münzenpulver, welches aus Kreide und Quecksil-ber besteht, und auf Kupfer oder Messing gerieben, durch Fest-liängcn des Quecksilbers einen weifslichenUeberzug erzeugt.

l Kl.iproth ii. Wolf cliem. Wörterb. Art. Vergolden.