Band 
Erster Band. A und B.
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Alu mi um.

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Sapphyr und Coruncl , Mineralien, die nur vom Diamantin der Harte übertrollen werden; auch alle übrigen Mine-ralien, von welchen Alaunerde nur einen Bcstandtheil aus-rnaclit, zeichnen sich, sobald sie kein Wasser enthalten,durch vorzüglich grofsc Härte aus. Die mit Wasser ver-bundene Alaunerde oder das jilaunerdehydrat ist sehrweich und zcrrreiblich, und bildet in Verbindung mit ver-schiedenen grofsen Mengen von Kicsclcrdchydrat, die in derNatur vorkoirynendcn 'Tlionarten . Alle diese kommendarin mit einander überein, dafs sic in der Glühhitze ihrWasser verlieren und in einen harten cohärenten Zustand, übergehen, in welchem sie nicht mehr durch Wasser er-weicht werden können; zugleich ziehen sie sich bei diesemGlühen beträchtlich zusammen, oder sje schwinden, eineErscheinung, die nicht blofs von dem Entweichendes Was-sers herrührt, da eine Thonmasse beim weitern Erhitzensich zusammen zu ziehen fortfährt, nachdem sie schon alleFeuchtigkeit verloren hat. Dieses ist also wohl aus einerstets gröfseren Annäherung der Thonthcilchen durch Ver-kleinerung der Poren zwischen denselben zu erklären. Aufdieser Erscheinung beruht die Construction des Wedgwood-sclien Pyrometers.

Die Alaunerde löst sich im wasserfreien Zustande höchstSchwierig oder gar nicht, im wasserhaltigen leicht in Säuren,und bildet mit diesen die jllaunerdesalze , welche einensauren, zusammenziehenden und etwas siifsen Geschmackbesitzen, undaus welchen die Alaunerde durch sämmtlichcAlkalien und Erden, mit Ausnahme der Zirkon - und Kie-sel - Erde, abgeschieden wird. Das wichtigste Salz derAlaunerde ist der jllaun , ein Doppclsalz, welches bald ausschwefelsaurer Alaunerde und schwefelsaurcm Ammoniak,bald aus schwefelsaurer Alaunerde und schwefelsaurem Kali,bald aus schwefelsaurer Alaunerde, schwefelsaurem Am-moniak und schwefelsaurcm Kali zugleich besteht, und inVerbindung mit Wasser in regulairen Oktaedern, Cubook-taedern und Würfeln anschiefst. Durch Erhitzen dieserKrystalle, wobei das Wasser unter Aufschäumen entweicht,erhält man den gebrannten Alaun, alumen ustum, in Ge-stalt einer weifsen schwammigen Masse. G.