Anziehung.
341
nancr und tiefer in die Erörterung dieser Aufgabe ein, undbegnügen sicli meistens mit allgemeinen Ausdrücken. Umcouscqucnt zu scyn, können sie nicht umhin, alle Phäno-mene der Anziehung als unmittelbare Acufscrungen der ei-nen Grundkraft, nämlich der Ziehkraft anznsehen. In defsschliefst dennoch IIii.debraxdt 1 die chemische Anziehungals eine besondere Modification von der allgemeinen Attra-ction aus.
Die ganze Untersuchung erhielt ein neues Interesse, alsllEnTuoi,i.KT seine Theorie von der chemischen it fasse auf-steJlte. Dieser Gelehrte behauptete nämlich, und unter-stützte seine Behauptung durch triftige Gründe, die chemi-schen Wirkungen ständen im zusammengesetzten Verhält-nisse der Massen und des Grades der Verwandtschaft, wo-nach also die chemischen Anziehungen eben wie die in grös-sere Fernen wirkenden der Gröfse der Massen proportionalwären 2 . La Place, indem er dieser Ansicht beitrat, undin derselben mit Freuden eine Aufforderung erkannte, alleErscheinungen der Anziehung auf die einfache NewtonschoAttraction zurückzuführen, äufserte, dafs zwischen den siehberührenden Bestandtheilen fester Körper keine absoluteContimiität anzunchnicn sey, und inan daher ihre Cohäsion,Elasticität, llärtc und selbst die chemische Verwandtschaftallerdings als Wirkung einer den Massen directe und denQuadraten der Entfernung umgekehrt proportionalen Anzie-hung anselicn könne, wenn man die Durchmesser der Ele-mente gegen ihre Abstände als verschwindend ansähe. Dafssieh nach dieser Hypothese die Cohäsion und um so mehrauch die Adhäsion auf das allgemeine Newtonsche Gesetz zu-rückführen lasse, haben J. T. Mayer, G. G. Schmidt, J.B. Emmet u. a. durch den Calciil zu beweisen versucht, J.F. Fries aber hat cs später als unmöglich angegeben 3 4 .
Weit mehr Aufmerksamkeit, als bisher derselben ge-schenkt ist, verdient insbesondere eine von I. T. Mayer ■*
1 a. a. O. Voit. XV.
2 Mein, de rinst. IH. 1 fl*. 207 ff. Vcrgt. Verwandtschaft.
5 S. Cohäsion.
4 Do alliuilalc cliciiuca curp.cocl. iu Cuuuu. Soc, Ci Ott. XVI. 5i.