Band 
Erster Band. A und B.
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Ara.cometer.

langen oder sogenannten Graden das eigontliclie Verhältnifsdes spec. Gew. anzugeben vermögen. Zur Prüfung derAecbtlieit der Goldmünzen benutzte Robert Boyle 1 diesesWerkzeug sehr einfach, indem er an die untere Kugel zweinormal über einander liegende feine Metalldrähte befestigte,eine ächte Goldmünze darauf legte, und den Punct, bis zuwelchem das Aräometer in reinem Wasser einsank, auf derScale bemerkte. Wurde dann statt der ächten Münze einefalsche aufgelegt, so sank dasselbe weniger tief ein. Vor-züglich hat sich Cornelius Meyer l * 3 4 hiermit beschäftigt, undgiebt an, dafs er 1668 diese Erfindung gemacht, und zudiesem Zweck sechs verschiedene Arten solcher Goldwaagenverfertigt habe, welche dem späteren Fahrenhcitschcn Aräo-meter sehr ähnlich sind. Die Generalstaatcn liefsen ihn,nach seiner Erzählung , durch eine Gesandtschaft um Mit-thcilung dieser Erfindung ersuchen.

Besser für den praktischen Gebrauch sind die sogenann-ten Solwaagen, Gradirwaagen, Salzproben, Salzapinde/n,deren man sich schon in älteren Zeiten bediente, und welcheempirisch graduirt wurden, indem man 1 Th. Salz in 9 9 Th.Wasser; dann 2 Th. Salz in 98 Tli. Wasser u. s. w. auflü-sete, und die Puncte, bis wie tief die Spindel bei jeder Mi-schung cinsank, auf der Bohre der Spindel oder innerhalbderselben bczeiclinctcL Werden solche Werkzeuge vonGlas oder Metall mit gehöriger Rücksicht auf die cigenthüm-liche Art und eine bestimmte Trockenheit der Salze, liaupt- 'sächlich aber auf eine hierbei erforderliche Normaltcmpe-ratur (welche entweder mit einem Thermometer gemessen,otler in dessen Ermangelung 4 durch mehrstündiges Umstel-len der zu wägenden Flüssigkeiten auf den Boden tieferKeller in allen Jahreszeiten nahe gleiclimäfsig erhalten wer-den kann), zwar empirisch aber mit hinlänglicher Genauig-keit graduirt; so sind sic für den gemeinen Arbeiter beiSalz, Alaun, Vitriol, Salpeter und Potasche - Siedereien,

l Phil. Trans. 1674. Leupold Tlicatr. stat. univ. II. c. 6.

■j, Nuovi Uiuovnmenti divisi in duc parli. Rom. 1G9G. fol.

3 Leupold a. a. O.

4 S. Munke Aufangsgriiude der F.xpcriinentalpli. I. 67 .