üaltousclies Gesetz.
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Es ergiebt sich hieraus, dafs die von Gay- LÜssac mit-gebrachtc Luft allerdings 2 PC. Sauerstoffgas weniger hattehaben müssen, und da dieses nicht der Fall war, die Eudio-metric aber Resultate giebt, welche bis auf 0,001 genausind, so liegt hierin der wiederholt aufgcstellte entschei-dende Gegenbeweis gegen die Richtigkeit der DaltonsehenTheorie. Benzenbero sucht diesen indefs durch das Argu-ment zu entkräften, dafs er voraussetzt, bei allen eudiome-tiischen Versuchen über Wasser erhalte man allezeit die vomWasser absorbirte Luft; allein Gilbert 1 bemerkt dagegenmit Recht, dafs diese Behauptung im Allgemeinen gegen dieErfahrung streite, und in dem vorliegenden speciellen Fallekommt obendrein noch der Umstand in Betrachtung, dafs dasW asser das Sauerstoffgas stärker festhält, als das Stickstoffgas,mithin hätte die aus dem Sperrwasser erhaltene Luft viel-mehr reicher an Sauerstoffgas seyn müssen.
Weit gröfscr dagegen ist die Zahl derjenigen Physiker,welche sich gegen die Dallonsclie Theorie erklärt haben, un-ter denen Bertiioi.let s , Thomson3, Gouch 1 2 3 4 5 , welcher dieLuft für eine chemische Mischung erklärt, und viele Streit-schriften mit seinem Schüler Daj.tox deswegen gewechselthat, und Murray 5 gleich anfangs am meisten Aufsehen er-regten. Der gewichtigste Gegner, -dessen Einwürfe Daltonaber aus Mangel an Bekanntschaft mit deutscher Literaturschwerlich gekannt und in seinen Widerlegungen nicht be-rücksichtigt hat, ist Tralles 6 . Dieser zeigt, dafs die Hy-pothese von einem Bestehen mehrerer expansibeler Flüssig-keiten in und neben einander ohne gegenseitige Repulsionmit dem Wesen derselben im Allgemeinen nicht wohl ver-einbar ist. Insbesondere aber erweiset er durch Rechnung,dafs aus einer solchen Voraussetzung allerdings ein Unter-schied der Barometerstände in sehr grofsen Höhen gegen die-