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Ausdehnung
den, so berechtigen sic zu der Folgerung, dafs feuchteLuft, oder solche, welcher viele Wasserdämpfc beige-jnischt sind, sich in den niederen Graden der Temperaturstärker, als trockne, ausdehnt, und dafs diese gröfscreAusdehnung keine Folge von beigemischtem tropfbar flüs-sigen Wasser ist. Es folgt dieses daraus, dafs die Diffe-renzen der Ausdehnung von 0°bis 30° wachsen, da dochdie Luft sicher unter 20° ff. aufgefangen war, und daherder Condensationspunct der enthaltenen Wasserdäinpfeunter dieser Temperatur, wahrscheinlich aber nicht höherals etwa 10 bis 12 Gr. II. lag.
Diejenigen Versuche, welche in den neuesten Zeiten fastallein und ausschliefslich als gültig und vollkommen genü-gend angesehen wurden, sind durch Gay-LÜssac undDalton angcstellt, und insbesondere werden die durch er-steren erhaltenen Gröfsen fast ohne Ausnahme bei allen Be-rechnungen zum Grunde gelegt 1 . Dieser bediente sich einesFig. Ballons D mit einem etwas verlängerten Halse, an welchem104 , sich entweder eine eiserne Fassung mit einem Hahn befand,oder dessen Endo mit einer feinen Theiluug versehen war.Die Mündung des Ilalscs wurde in einer kleinen Wanne mitQuecksilber MC gesperrt, und der Apparat so gehalten,dafs vermittelst der aufgetrageneu Theilung die Höhe genaubestimmt werden konnte, bis zu welcher die Luft, ohnedurch einen gröfseren Druck, als den der Atmosphäre, zu-saimnengedrückt zu seyu, denselben füllte. Die andernGasarten, aufser der atmosphärischen Luft, wurden vermit-telst einer krummgebogenen, mit der oberen Mündung einerFig. Glocke verbundenen Itöhre T in den Ballon gebracht, indem1 05. diese, mit der zu prüfenden Gasart gefüllt, in ein Gefäfsmit Wasser (oder Quecksilber ?) cingetaucht wurde, wobeidas Gas durch die krummgebogene Itöhre in den Ballon ent-weichen mufste. Eine ähnliche krummgebogene, mit demeinen Schenkel in die Mündung des Ballons gebrachte, mitFig. dor andern durch Quecksilber leicht gesperrte Röhre B ver-104. stattete der Luft im Ballon bei der Erhitzung ohne Hindcr-
1 Ann. de Cbim. XLIII. xb"] ff. G. Xll. 255. Pfaff u, Fiicdlaudet'sNeueste Kuld. franz. i8o3. II. i5.