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Barometer.
Rauigkeit anzugeben vermag. Ohne schon hier zu bestim-men, auf welche verschiedene Weise man dieses zu bewerk-stelligen versucht habe, möge es vorläufig genügen zu be-merken , dafs jedes Längenmafs hierbei angewendet werdenkann, vorausgesetzt, dafs die relative Gröfse desselben ge-nau bestimmt und hierdurch mit andern vergleichbar ist,dafs aber alle willkührlichen Mafsbestimmungen z.B. Abthei-lungen in Grade, oder die gangbaren Bezeichnungen vonschön, beständig, veränderlich und dgl. mehr, welche sichauf die JVetterveränderungen beziehen, mit dem Wesen desBarometers im Widerspruche stehen, und blofs durch dieUnbekanntschaft der ungebildeten Menge mit einem so allge-mein verbreiteten Apparate sich fortwährend im Ansehen er-halten.
Man erklärte seit Aristoteles alle Erscheinungen derSäugpumpen 1 * und die mannigfaltig veränderten Anwendun-gen des Hebers a aus einem Abscheu der Natur gegen denleeren Raum, eine scholastische sogenannte qualitas occulta(horror vacui ), und dieser Irrthum konnte sich um so leich-ter erhalten, da alle Wasserleitungen der Römer, ihrerPracht und Kostbarkeit ungeachtet, einfache geneigte Ebe-nen waren, bei denen die hydrostatischen und hydraulischenGesetze kaum in Betrachtung kamen. Als indefs ein Gärt-ner in Florenz eine sehr genau gearbeitete Wasserpumpeüber 4 0 Palmen hoch gemacht hatte, und das Wasser inderselben des leeren Raumes ungeachtet nicht über 18 Ellenoder 32 par. F. steigen wollte 3 , glaubte Galilei , dem die-ses Problem vorgelegt wurde, der Abscheu der Natur gegenden leeren Raum habe seine Grenzen, und wollte hierausdie verschiedene Stärke der Cohäsion erklären, obgleich ihmdie Schwere der Luft bekannt war, welche er für 4 00malleichter als das Wasser hielt 4 . Sein Schüler und Nach-
l Aristot. Pliys. L. IV. cnp. 6 .
a Heronis Alex. Spirit. Par. i5g3. fol. Amst. 1680 , 4.
3 Ren. Cartesii Epistolae Amst. 1682 . III. Vol. 4. II, 9*1 9^1 9^*III. 102 .
4 Galilei Discorsi e Bemonstrazione matematiclie intorno a <lue nuoveScience. Leid. i638. Biot TraiU I. 69 . glaubt, Galilei habe die Sacherichtig eingesehen , und sich nur über die Brunnemueister lustig machen