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Barometer.
Bewegungen des Apparates gegen das Ende der Glasröhreschlägt, diese zerschellet und somit das Ganze unbrauchbarmacht. Die Aufgabe ist keineswegs leicht, weil das Queck-silber sich zugleich stärker ausdclmt als das Glas, und letz-teres daher bei wachsender Temperatur zersprengt werdenmufs, wenn die Quecksilbersäule fest abgeschlossen ist. Et-was Luft zur Compensation dieser Ausdehnung darf aber nir-gend vorhanden seyn, weil diese sonst zu leicht in die Röhregelangt, und somit das Wesen des Barometers aufhebt.
Es giebt eine sehr grofse Menge von Vorschlägen zurVerfertigung solcher Barometer, welche indefs sännntlichentweder Jleberbarometer oder Gefäfsbarometer sind. Derälteren Angaben 1 2 nicht zu gedenken hat vorzüglich de Liic’s*Heberbarometer, und die Art, dasselbe zu verschliefsen, langein Ansehen gestanden. Bei diesem wird der kürzere Schcn-Fig- kel B nahe über der Krümmung abgcschuitten, und durch143. eine Hülse mnop mit einem Guerikschcn Hahne ac ge-trennt, so dafs dieser, naehdem man das Barometer geneigthat, um das sämmtliche Quecksilber bis auf eine unbedeu-tende Kleinigkeit in die längeren Schenkel zu bringen, nachdem Umdrehen alle Gemeinschaft desselben mit dem kürze-ren Schenkel abschneidet. De Lüc machte die Hülse aus ei-nem Kork, den Halm aus hartem Holze, Elfenbein, oderNarwals-Zahn 3 , andere verfertigten beides aus IIolz, bes-ser aus Elfenbein, oder zum noch sicherem Verschliefsenaus Eisen. Indefs ist entweder die Verschliefsung nicht festgenug, danu dringt durch häufiges Schütteln leicht etwasQuecksilber durch, und Luftblasen erheben sich neben derbeweglichen Quecksilbersäule in den oberen Raum; oder sieist vollkommen genau, und dann mufs die Röhre durch die
1 Leupold Theatr. aürost. Tal). IV. Fig. 3. 4, 5. Tab. VII. Fig. 5.Tab. VIII. Fig. 2 . Hook Micrograpbia. i665. Tab. I. Fig, i.
2 Recherches sur les Mod. de l'Atm. II. §. 46i.
3 Vergl. Fielet in Bibi. Brit. XXII. 3og, wo dasselbe ausführlichbeschrieben ist. Zum Ilahn soll nicht Elfenbein , sondern: un os depoisson, qui vient des mers du Nord, et qu’on trouve daus le commercegenommen werden. Dieser soll porös genug seyn , um so viel Queck-silber durchzulassen, als erforderlich ist, das Glas gegen das Zersprin-gen zu sichern.