Tragbares Heberbarometer.
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Ausdehnung des Quecksilbers bei erhöheter Temperatur zer-springen. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, bringtder Mechanicus Loos in Darmstadt an die eisernen Hähne,womit seine Heber- und Gefäfsbarometer verschlossen wer-den , einen mit dem Quecksilber des längeren Schenkelsdurch einen , nach dem Verschliefsen des Hahns geöffnetenCanal in Verbindung gesetzten Behälter an, welcher aus ei-ner messingnen, inwendig überfirnifsten, Kapsel und einemgewölbten Deckel aus Fedprharz besteht. Letzteres, ansicli elastisch und durchWärme ausdehnbar, giebtdem gleich-falls ausgedehnten Quecksilber nach, und sichert gegen dasZerspringen der Röhre. So vortrefllicli diese Einrichtungist, so thcilt sie dennoch die Mangelhaftigkeit aller solcherHalme, nämlich dafs sich an den Wänden der engen Canäloleicht Luftblasen ausetzen, und in das Barometer dringen,zugleich aber ist sie schwierig zu verfertigen, und deswegenkostbar.
Um die Schwankungen auf den Schiffen für die Barome-ter unschädlich zu machen verfiel Nairnc auf den sinnreichenGedanken, dem oberen weiten Theile der Röhre unterhalb derMitte eine enge, von etwa 0,1 Z. Weite anzufiigen, und diesein das Quecksilbcrgefäfs zu senken. Durch das wenige Queck-silber, welches hiernach aus der engeren Röhre in die obereweite gelangen kann, wird die Bewegung desselben uud so-mit die Heftigkeit des Stofses gegen das Ende der Röhre beiden Schwankungen des Barometers geringer, und die Gefahrdes Zerbrechens aufgehoben. Nairne verfertigte solche zuerstfür denCapitän Phipps 1 . Durch gleiche Grundsätze geleitetschlug Gay-Liissac ein Ileberbarometer vor, welches sicherdie vortheilhafteste Einrichtung hat, indem es Genauigkeit,Leichtigkeit und Wohlfeilheit mit vorzüglicher Sicherheitgegen Beschädigung verbindet. Es wird wie ein gewöhnli- Fig.dies Heberbarometer verfertigt, indem man, um gleiches 144.Caliber zu erhalten, das oben abgeschnittene Ende der Röhrefür den kürzeren Schenkel anschmelzt, beide Schenkel aberdurch ein weites Haarröhrchen verbindet.’ Bei der Verfer-
i Voyage to the North - Pole. p. ia3. Vergl. La Perouse Voy. IV.253, Cook’s, Kruseustcru's u. a. Reisen.