930
Bewegung.
tion ) ist diejenige Gewalt, welche ein bewegter Körperdurch die ihm mitgetlicilte Bewegung gegen andere ruhen-de oder bewegte Körper wieder auszuiibcn im Stande ist.Ein bewegter Körper wird sonach wieder eine bewegendeUrsache, wie unter Nro. 1. schon angedentet ist. Maubegreift übrigens bald , nnd cs folgt aus dem Erfordernil'seiner gröfseren Kraft zur Bewegung einer gröfserenMasse so ziemlich von selbst, dafs die Gröfse der Bewe-gung im geraden Verhältnisse der Masse und der Ge-schwindigkeit zuneh.iien müsse. Der geometrische Aus-druck zur Bezeichnung der Quantitas Motus, oder derGröfse der Bewegung ist übrigens, wenn man diese fiir~verschiedene Körper von den Massen in und tu 1 , und denGeschwindigkeiten v und v 1 durch q und q' bezeichnetq : q< = in v : nd v'.
Für alle nicht beschleunigende Kräfte, deren Wirkungalso augenblicklich ist, dient die Gröfse der Bewegung alsMafs, und es wird dieselbe Kraft gegen alle Körper dienämliche'Gröfse der Bewegung ausüben, dadurch aberGeschwindigkeiten hervorbringen, welche den Massen derbewegten Körper umgekehrt proportional sind. Würdealso irgend eine Kraft einer Masse mdie Geschwindigkeitv mittheilen, so ist die, einem andern Körper von der
v m
Masse M mitgetheilte Geschwindigkeit v / = ---. Ucbri-
M
gens heifst die Kraft, welche eine gegebene Masse vongegebener Geschwindigkeit in Erzeugung der Bewegungausübt, auch das mechanische Moment*.
Bisher sind diejenigen Stücke, welche bei der Bewe-gung in Betrachtung kommen , nur einzeln und in gänzli-cher Allgemeinheit untersucht, die Gesetze der Bewegungkönnen aber nur dann vollständiger vorgetragen werden,wenn man mehrere mit einander verbindet. Ehe dieses abergenügend geschehen kann, müssen erst folgende Betrach-tungen vorausgehen.
l Ueber den Streit unter den Geometern, deren einige die qinin-titas motus der einfachen Potenz der Geschwindigkeit, andere dage-gen dem Quadrate derselben proportional setzen wollten. S. Stofs-