Band 
Erster Band. A und B.
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Bewegung 1 .

Die Geschwindigkeit der Bewegung ist entweder gleich-bleibend gleichförmig oder veränderlich, und die letztereist wieder gleichuiäfsig oder unglcichmäfsig beschleunigt odervermindert.

1. Die gleichförmige Bewegung setzt voraus, dafs in glei-chen Zeiten gleiche Räume durchlaufen werden. Behaltenwir daher die vorige Bezeichnung bei, so ist s = ct die all-gemeine Gleichung für die gleichbleibende Geschwindigkeit.In der Natur girbt es, genau genommen, nur wenige Be-wegungen von glcicliblcibender Geschwindigkeit. Eine Uhrscheint zwar ihre Zeiger in glciclibleibendcr Geschwindig-keit zu bewegen, allein man sieht bei genauerer Prüfungbald, dafs diese Bewegung aus lauter kleinen ungleichför-migen, durch die Schwingungen des Pendels oder derUnruhe bedingten Bewegungen zusammengesetzt ist, de-ren Summen dann allerdings für gleiche Zeiten gleicheRäume, und in sofern also auch gleiche Geschwindigkei-ten geben. Die einzige in der Natur vorhandene, stetsgleichbleibendc Geschwindigkeit ist in der Axendrehungder Erde gegeben, welche sich nach La Peace* seit Hir-parchs Zeiten, also ohngefähr 150 J. vor C. G. bis jetztnoch um nicht 0,01 Sec. geändert hat, und daher auchzur Controle der in ihrer Summe gleichförmigen Bewe-gung der Uhren benutzt wird. Allo übrigen gleichförmi-gen Bewegungen können nur als genähert angesehen wer-den , obgleich mau bei vielen Maschinen absichtlich einesolche zu erhalten strebt. Dahin gehört hauptsächlichdas Schwungrad z , namentlich bei den Dampfmaschinenu. dgl. m.

2. Eine gleichmufsig beschleunigte oder verzögerteBewegung wird am leichtesten vorstellbar, wenn man denallgemeinen Grundsatz der Mechanik berücksichtigt, dafsjeder bewegte Körper in der einmal angenommenen Bewe-gung beharret, wenn nicht eine neue bewegende oder dieBewegung hindernde Kraft hinzukommt. Man denkt also,dafs die einmal angenommene Bewegung von gegebener

i Me’c. Ctl. II. L. V.a S. i Schwungrad*

n. 12.