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Dampfmas chine.
selben der lieifse Wasserdampf in einen Stiefel geleitet, hob denEmbolus in demselben, und nachdem dann der Stiefel duichumgebendes Wasser abgekühlt war, drückte die Luft den Em-bolus nieder; diese Luft war somit die eigentlich bewegendeKraft, und die Maschinen wurden daher atmosphärischeDampfmaschinen genannt. Erst 1711 schlossen die Erfin-der einen Contract ab, eine zum lieben des Wassers bestimmteMaschine zu erbauen, wozu ihnen Potter behülflich war. In—defs kannten sie die Theorie so wenig, dafs sic das richtige Ver-hältnifs der Tlieile nicht lierzuslcllen vermochten, hatten aberdas Glück, dafs der Zufall sie auf eine wesentliche Verbesserungihrer Erfindung führte. Bei ihren Maschinen nämlich, ebenwie bei der Savery’schcn geschah die Abkühlung des Stiefelsdurch Wasser, welches denselben von Aufsen umgab, und die-ses dauerte lange. Zufällig bewegte sich ihre Maschine vielschneller, als früher, sie entdeckten, dafs dieses in Folge einesLoches geschah, durch welches kaltes Wasser in den Stiefeldrang, und sie benutzten dann dieses zweckmäfsigere Mittelzur schnelleren Abkühlung des Dampfes b Man hat zwar spä-ter diese atmosphärische Dampfmaschine noch verschiedentlichverbessert, allein da sie schwerlich wieder in Gebrauch kom-men ■wird, so verdient sie ihres geschichtlichen Interesses we-gen in der ursprünglichen einfachen Gestalt hier dargestellt zuF!r. werden. Die einzelnen Tlieile bedürfen nur einer kurzen Be-Schreibung. Der Kessel b, welcher in dem Heerde bei n so ge-heizt wurde, dafs der Rauch oder die heifse Luft durch dieRäume x, x um denselben ging, und welcher bei s ein Sicher-heitsventil halte, liefs den Wasserdampf nach Oeffnung desHahns d in den Stiefel a aufsteigen, so dafs der Embolus t ge-hoben wurde, nicht sowohl durch die Elasticität des Dampfes,als vielmehr durch das Uebergewicht des Balanciers. W T ar derEmbolus oben, so wurde der Hahn d geschlossen, f dagegen ge-öffnet, und es spritzte Wasser aus dem Gefäfse g in den Stiefel,condensirte den Dampf, und der Embolus wurde durch denDruck der Atmosphäre niedergedrückt, wobei das aus den Däm-pfen gebildete und das eingespritzte Wasser durch das Rohr pin einen tief liegenden Behälter mit Wasser abüofs. Das Gefäfs g
1 Ebernl. p, 65.