494
Dampfschiff.
auch in England ungemein grofs, und sie werden nach ver-schwundenem Vorurlheile von einer möglichen Gefahr viel be-nutzt, wie aus der Menge der Passagiere bcurlheilt werdenkann. Deren wurden in einem der letzteren Jahre gezählt aufdem Clyde Canal zwischen Glasgow und Edinburgh 94250, aufdem Ardrassan Canal zwischen Glasgow und Paisley 51700 undauf dem Monkland Canal 18000.
Die meisten Dampfböte dienen gegenwärtig noch zumTransporte von Reisenden und als Packetböle, weil die Ma-schine einen grofsen Rauin einnimmt und schwer ist. Sie sindfast durchaus sehr elegant gebauet, haben die Maschine immittleren Rauine und aufserdem vorn und hinten Kajüten,eine engere und zu wohlfeileren Plätzen vorn, eine geräumigereund bequem eingerichtete hinten. Zuweilen werden diesedurch Dampf oder durch die warme Luft geheizt, welche überder Feuerstelle erhitzt ist. Auf den ainericanisclien Dampf-schiffen ist das Zimmer der Damen von dem der Herren abge-sondert, und aufserdem hat man gemeinschaftliche Gemächer,Domestikenkammern an der Seile der Maschine, wie denn über-haupt für Bequemlichkeit und selbst für Aufwartung bestensgesorgt ist ’. Der Maschinenraum beträgt selten mehr als 20F. in der Länge und etwas über die Hälfte hiervon in der Breite,welches für eine Maschine von 20 Pferdekräften mit 2 Kesselnund einer Ladung Kohlen hinreicht. Auch hierbei ist bei klei-nen Maschinen der Aufwand verliältnifsmäfsig gröfser, undman findet es daher vortheilhafter, sie gröfser zu bauen, wel-ches vorzüglich auf den grofsen Flüssen Amcrica’s und auf derSee leichter aufführbar ist. Dort giebt es daher Dampfschiffevon 300 bis 400 Tonnen , doch sollen nach B'uebanan die von70 F. Kiel und 90 Tonnen die besten seyn.
Um über die verhältnifsmäfsige Gröfse der Dimensioneneines Dampfschiffes in Concreto urllieilen zu können, mögenfolgende genauen Angaben von Baitlow 2 dienen. Das zur