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Druck.
den Kraft. Um aber nicht allgemein jede bewegende Kraft einedrückende zu nennen, wird die Bedingung der Ruhe zugleichmit in die Definition aufgenommen \ Im Allgemeinen ist derdrückende Körper allerdings in Buhe, und zwar deswegen, weilein anderer ihm entgegenwirkender, oder ein unüberwindlichesHindernifs entgegensetzender, Körper seine Bewegung unmög-lich macht. So sagt man, dafs ein Mensch, ein Stein, ein StückBlei durch ihr Gewicht gegen den Boden, das Wasser gegen dieWände der Gefäfse, die Luft gegen die Oberfläche der Erdeoder eine sie umscliliefsende Hülle drücken. Streng genommen-ist aber der Zustand der Buhe keine notliwendige Bedingung desDruckes. So wird man nicht sagen können, ein Gewichtstückdrücke nicht mehr gegen eine Waagschale, wenn dieselbe sinkt,oder das Wasser übe keinen Druck aus gegen die herabgehendenKasten eines oberschläclitigen Bades 1 2 3 , wie schon daraus unver-kennbar hervorgeht, dafs man oft sagt, es werde ein Gegenstanddurch eine Last herabgedrückt , niedergedrückt. Bobison 3 er-läutert dieses ausführlich, indem er davon ausgeht, dafs me-chanische Wirkungen den herrschenden Ansichten gemäfs hcr-vorgebraclit w-erden sollen durch Druck und Stofs , welcheman als wesentlich verschiedene Kräfte und Kraftäufserungenzu betrachten pflege. Liegt z. B. eine Kugel auf dem Tische,und man drückt diese an eine Seite, so wird sie sich bewegen,und in dieser Bewegung fortfahren, w r cnn ihr der drückendeGegenstand folgt. Eben so v'ürde auch ein Bad umgedrelietwerden, wenn man auf eine seiner Speichen drückte, und mitdiesem Drucke fortführe. Eben diese Bewegungen, w-elclie un-leugbar Folgen des Druckes sind, könnten auch durch eine ge-
1 Gehler alte Ausg. I. 604. sagt: wenn ein ruhender Körper u.s. w. In der Encyclop. method. Art. Pression lieirst es: Action d’nncorps pdsant d’en mouvoir un autre. Young Lectures I. 59. II. 37- de-£nirt: Pressure is a force, couuteractet by anotber force, so that no mo-tion is produced. Weil hierbei die Wirksamkeit einer Kraft und dasBestreben, eine Bewegung hervorzubringen, unverkennbar ist, ohne dafseine Bewegung hervorgebracht und dieAeufserung der Kraft wahrnehm-bar wird, so führte dieses auf den Unterschied der lebenden und todtenKräfte. Vergl. Kraft.
2 Christian Mecan. indust. I. 16 u. 123.
3 Mechan. Philcs. I. 5 il.