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Allgemeine Bestimmungen.
spannte Feder und nach dem Aufwinden derselben vermöge ih-rer Elastfcilät hervorgebracht werden. Ein Gewicht kann un-mittelbar auf eine Unterlage drücken, aber auch auf einen Ge-genstand drückend wirken, wenn es an einem Faden an densel-ben gebunden ist. So könnte man überhaupt das Gewicht ei-nes Körpers, und die Ursache, wodurch er zu fallen aollicitirtwird, als Folge eines Druckes ansehen, und hiernach eine MengeKräfte unter dem Namen eines Druckes zusannnenfassen. Indefskönnte eine gleiche Bewegung auch durch einen einfachen Stofsder Feder oder eines sonstigen Körpers hervorgebracht werden,wenn dieser auch sogleich nach dem Stofse ruhete. Hiernachsoll dann keine Vergleichung zwischen Stofs und Druck stattlinden, indem erslerer als unendlich grofs gegen letzteren an-zusehen sey. Boeison bemerkt gegen diese oft aufgestellte Mei-nung, dafs niemand einen Unterschied wahrnehmen könne zwi-schen der Bewegung einer Kugel, wenn diese durch einen Stofsund wenn sie durch ihr Bestreben zu fallen hervorgebrachtsey *. Man habe daher den Druck blofs als ein Bestreben zurBewegung, ohne wirkliche Ortsveränderung, betrachtet, unddie hierbei wirksame Kraft in dieser Hinsicht eine todte genannt.Indefs, sagt Bouison , werde durch eine Kugel, wenn sie gegen,eine andere auf einer unbeweglichen Unterlage ruhende stufst,eben so wenig eine Bewegung hervorgebracht, als durch blofsenDruck, und zeigt dann weiter, wie diese Betrachtungen mancheNaturforscher vermocht hätten, alle Bewegungen von einemDrucke abzulciten, und die Kräfte aufzusuchen, welche diesehervorbringen sollen.
Wollen wir uns hierbei nicht in die unendlichen Specula-tionen über das eigentliche Wesen der Kräfte verirren, so müs-sen wir bei demjenigen stehen bleiben, was zunächst durch denSprachgebrauch bestimmt wird. Hiernach ist es allerdingsschwer, eine Definition von dem zu geben, was man Drucknennt, obgleich in einzelnen Fällen der Unterschied zwischenDruck und Stofs leicht nachzuweisen ist. Ln Allgemeinen kannman Druck das Bestreben eines Körpers nennen, Bewegung
l Ein Unterschied ist hierbei allerdings wahrnehmbar, indem imersteren Falle die Bewegung stets gleichbleibend, im letzteren beschleu-nigt seyn mufs.