Band 
Zweiter Band. C und D.
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Dunst.

tropfbares Wasser oder gar Eis verwandelt werden. Wenn da-gegen der Raum, in welchen sich der Dampf ausbreitet, nicliLzu kalt und zugleich nicht mit Dampf überfüllt ist, so wirdzwar eine der Temperatur und Trockenheit desselben umgekehrt,proportionale Menge Dunst niedergeschlagen werden, und zumTheil in die Flüssigkeit zurücksinken, die bei weitem greisereMenge desselben wird indefs allmälig wieder expandirt werden,indem theils der sensibele WarmestolF, theils der gröfste Theildes latenten und beim Eintritte in die atmosphärische Luft demDampfe entzogenen wieder latent und zur völligen Expansiondes Dunstes verwandt wird, während die sichtbaren Dunslbhis-chen allmälig eine durch vielfache Umstände bedingte llüheerreichen, und fortdauernd mehr und mehr aus dem Zustandeder Undurchsichtigkeit in den Zustand einer der Luft gleichenDurchsichtigkeit übergehen.

Durch diese Darstellung ist der sehr zusammengesetzte Pro-cefs genau so angegeben, wie die Natur ihn oft und vielfachzeigt. Umgekehrt analog ist der entgegengesetzte, wenn derwirklich expandirte Dampf durch Verminderung der Tempera-tur in Dunst verwandelt wird, z. B. bei der Bildung des Nebelsuud der Wolken, und dann entweder zu tropfbarem Wasserübergebt, oder durch Zuflufs neuer Wärme den Zustand völli-ger Expansion wieder annimmt. Dafs in. diesem Falle neueWärme hinzukommen, und der Umgebung entzogen werdenmüsse, weil der zur Expansion weiter erforderliche sensibeleWärmeslolT nicht auf gleiche Weise, oder vielmehr in gleicherMenge vorhanden ist, wie in dem Falle, wenn lieifser Dampfaus einer erhitzten Flüssigkeit in die kältere Atmosphäre tritt,liegt in der Natur der Sache. Wenn nämlich lieifser Dampf ineine kältere Atmosphäre übergeht, so verliert er durch diesediejenige sensibele Wärme, welche ihm die der höheren Tem-peratur zukommende Expansion gab, und indem hierdurch dieTheilchen desselben einander näher gebracht werden, entstehentheils massive Wasserkügclchen, theils Dunstbläschen. Indemaber dieLuft diese sensibele Wärme aufgenommen hat, der Dampfaber dadurch mehr abgekühlt wird, so entzieht er als Dunst je-ner die Wärme wieder, bis seine Temperatur und die derselbenzugehörige Elasticiläl mit der Temperatur der Luft im Gleich-gewichte sind, wodurch nach den Gesetzen der Dampfbildung