T li e o r i e.
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neu also durch sich hindurch fortpflanze und dadurch die Er-scheinungen des Lichtes an der andern Seite hervorbringe, soscheint es sehr schwer begreiflich, wie die ungemein grofse Be-gelinäfsigkeit bei dein Durchlässen des Lichts statt finden könne.Diese Schwierigkeiten entstehen indefs bei beiden Hypothesenvorzüglich daraus, dafs unsere Vorstellungen von Bewegung,von Widerstand, den die Bewegung leidet, u. s. w. sich viel zusehr an die sehr stark in die Sinne fallenden Erscheinungen an-kuiipfen.
Die Erscheinung, welche sich uns beim Durchgänge desLicbttlieilchens (wenn es mir erlaubt ist, so zu reden) durcheinen festen durchsichtigen Körper darbielet, stimmt vollkom-men mit den Gesetzen der anziehenden Kräfte überein *; dasLiclittheilchcn findet durch den festen durchsichtigen Körperseinen Weg mit eben der Sicherheit und Begehnäfsigkeit, wieder geworfene Körper seinen W'eg durch die Luft findet. Dieswürde uns nicht im Mindesten sonderbar Vorkommen, wennwir uns ein solches Ausweichen der Theilchen des festen Kör-pers denken konnten, wie wir es uns bei denLufttheilchen den-ken, welche der geworfene Körper auf seinem Wege antrifft,und die Schwierigkeit, die ich oben erwähnte, kann daher ebenso wohl in einer unrichtigen Vorstellung, von der Härle derKörper, wonach ihre Theilchen dem einclringenden LichLtheil-chcn nicht ausweichen, liegen, als in einer unrichtigen Vorstel-lung vom Lichte. Dürften wir sagen, das Lichttheilchen treibeeben so die Theilchen des durchsichtigen Körpers aus dem We-ge, wie der geworfene Körper die Luft, und dieses sey nur,weil es so unendlich wenig beträgt, uns nicht merklich, —keine Materie sey so hart, dafs sic nicht eine hinreichende Ver-schiebbarkeit der Theilchen besitze, um den feinen und schnel-len Lichttheilchen auszuweichen, — dürften wir dies sagen,so wäre alle Schwierigkeit gehoben, die das Hindurchgehen derLichttheilchen betrell’en.
Die Schwierigkeit, welche der Behauptung, das Lichttheil-chen folge den Gesetzen der anziehenden Kräfte, sich entgegen-stellt, wenn man die an der Oberfläche jedes durchsichtigen
1 Vergl. Art. Brechung Kr. 24. Th. I. S. 115S. Art. DoppelteBrechung Nr. 9. Th. I. S. 1179.