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Eis.
che die Drance abfliefst, ausgefüllt, und das Wasser zu einemgrofsen See aufgestauet, dessen plötzlicher Durchbruch durchdas ganze Thal hinunter die gräfslichsten Verwüstungen anrich-tete , indem in weniger als einer halben Stunde mehr als 530Millionen Kubikfufs abilossen. Die Anhäufung dieser Gletsclier-masse ist nun seither durch die sinnreiche Idee des dortigen In-genieurs Venetz, den Gletscher durch Quellwasser, das ausder Entfernung in hölzernen Ilinnen auf derselben hingeleitetwurde, zu zerschneiden, mit dem besten Erfolg verhindertworden *.
Bemerkenswerth sind auch die uralten mit Erde bedecktenGletscher, welche Dr. Escholz auf Kotzemue’s Reise auf derNordwestküste von America entdeckte 2 . Ein Gletscher vonmehr als 100 Fufs Dicke, war in seiner ganzen Länge -j- Fufshoch mit einer Mischung aus Lehm, Sand und Flrde bedeckt,auf welcher das üppigste Gras wuchs. Im Eise fanden sich vieleMammut-Knochen und Zähne. Die nämliche Wahrnehmunghatten am 21. Aug. 1596 die Gefährten von IIeemskeak. aufNova Zembla gemacht. Sie bestiegen einen Eisberg von 60Fufs Höhe über dem Wasser, der oben mit Erde bedeckt war,wo sie an 40 Eier fanden 3 .
52 . Eisberge im Meere.
Montagnes de glace; Ice-bergs. SchwimmendeEismassen, Eisfelder; Cliamps de glace; EieidsFloes. Meereis, Treibeis, Polareis; Ballots deglace; Loose ice. Alle diese Benennungen machen nur eineugeringenTheil der besondernNamen aus, mit welchen die See-fahrer die verschiedenen Arten von Eis bezeichnen, die ihnenoft hinderlich, bisweilen Gefahr und Verderben bringend sind.Sie lassen sich hauptsäclilich unter drei Classen bringen: Lis -felder ; Treibeis Eisberge. Die Erstem bilden zusam-menhängende Ebenen von geringerer Höhe über dem Wasser,
1 S. Bibi, Univers. XXV. 240.
2 Entdeckungsreise in die Südsee und nach der Behringstralsc.1821. 4. 8. 146.
3 ,,Ce banc de glace dtoit couvert de terrc sur le haut.“ Itecueildes Voy. T. I. pag. 75.