Meereis.
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aber von solcher Ausdehnung, dafs sie selbst von der oberstenHöhe des Mastes sich nicht absehen läfst. Das zweite bezeich-net los^s, offenes Eis, Trümmer eines Eisfeldes, zwischen wel-chen man hindurch segeln kann. Eisberge endlich sind Eis-massen von ungeheurer Hohe undGröfse; welche bald schwim-mend, bald fest in den Polar-Meeren angetroffen werden.
Gefrieren des Meeres . Die nur von Wenigen in Zweifelgezogene Thatsache, dafs das Meereis beim Schmelzen siifsesWasser liefere *, brachte verschiedene Physiker auf die Meinung,„dafs das Eis nur an den Küsten, am Abhange der Inseln undContinente, und an den Mündungen der Flüsse sich bilde, weilsalziges Wasser nur salziges Eis liefern könne 1 2 .“ Allein dieVerwandlung, welche im Augenblick des Gefrierens mit demWasser überhaupt vor sich geht, ist zu bedeutend, als dafsnicht, eben sowie beider Dnmpfbildung, seine Verbindungmit einem fremden Stoffe dadurch merklich gestört und verän-dert werden sollte; und die Anziehung, die beide Stoffe aufeinander haben, kann höchstens die Trennung derselben ver-zögern , so dafs Salzwasser, je nach Mafsgabe seiner Dichtig-keit, bei einer gröfsern Kälte gefriert, als reines Wasser. Dannzumal aber wird, wie das auch bei der Krvstallisation andererflüssigen Mischungen der Fall ist, der fremde Stoff ausgeschie-den', und was gefriert, ist nur Wasser allein. Nur bei grofserKälte, und (etwa beim künstlichen Versuche) in abgesondertengeringen Portionen, wenn die Erkältung schnell von allen Sei-
1 Fiip diesen Satz sprechen zahlreiche Erfahrungen aus verschie-denen Zeiten: Schon Frobisheu fand (1578) 100 Meilen weit vom LandeEis, welches geschmolzen süfses Wasser lieferte. S. Reinhold Forster’s Gesch. der Schifffahrten in Norden 1748. 8. S 326. Jonn Davis(1585) lud ein ganzes Boot voll, das ein gutes Trinkwasser gab. (För-ster S. 345). Eben.dieses tltat Weimouth im Jahre 1594. (Ebend. S. 362),Späterhin noch mehrere. Unter den Neuern bediente sich diesesHülfsmittels Cook, auf seiner Reise nach dem Südpol (1773) A Voy.towards tlie Southpole ; 3 Ed. 4. T. I.p. 37) der dafür unverdient von SirJohn Pringle als der erste Erfinder desselben gepriesen wurde; undRoss. (Voy. to the Baffinsbay. p. 48.)
2 Büffon, (Hist, nat, ed. in 12. T. 1. p. 313. T. II. 91). Lomo-nossof (Schwed. Abhandl. Bd. XXV.) und Cranz (Hist. v. Grönland T.I. 38 und 42). In neuern Zeiten auf Versuche gestützt, Dr. lliggins(Probability of reaching the Northpole. Suppl. p. 121) und Parrot(Physik. II. S. 71 und HI. 369. u. 6. Ann. LVIL 144).